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Christian Hiersemenzel zur Geflügelpest

Kommentar Christian Hiersemenzel zur Geflügelpest

Wieder einmal könnte es Schleswig-Holsteins Landwirte treffen. Die Geflügelpest steht erneut vor der Tür, und die Erfahrung lehrt, wie anfällig die Betriebe sind und wie schwer es die Halter haben, ihre Tiere vor der Gefahr aus der Luft zu schützen.

Wieder einmal zeigt sich: Es ist absolut sinnvoll, dass Kiel die Ressorts Umwelt und Landwirtschaft in einem Ministerium gebündelt hat. In Zeiten der Gefahrenabwehr müssen beide Themenbereiche so eng wie möglich miteinander verschränkt werden. Noch im Mai hatte die CDU während der Koalitionsverhandlungen erwogen, den Agrarsektor aus dem Ministerium herauszulösen. Das aber wäre nicht nur aus ökologischer Sicht ein Fehler gewesen, sondern auch mit Blick auf den Schutz von Tiergesundheit. Je weniger der Informationsfluss zwischen den Abteilungen gebremst wird, desto effizienter lässt es sich arbeiten. Was passiert, wenn der Austausch blockiert ist, konnte man mehrfach am Hickhack zwischen Verkehrs- und Umweltministerium in Sachen A20 erkennen.
Ungleich gefährlicher als die Geflügelpest könnte sich ein Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest auswachsen, die ebenfalls in den europäischen Nachbarländern wütet. Umweltminister Robert Habecks Forderung ans Bundeslandwirtschaftsministerium nach einer umfassenden Desinfektion von Transportern an bundesdeutschen Grenzen ist bislang verpufft. Berlin ist anderweitig beschäftigt. Die Konsequenzen für die hiesigen Bauern könnten verheerend ausfallen.

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Ein Artikel von
Christian Hiersemenzel
Landeshaus-Korrespondent

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