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Meinungen Christian Hiersemenzel zur schwedischen Flüchtlingspolitik
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21:32 23.10.2015
Von Christian Hiersemenzel

Sobald Schweden aber seine Grenzen dicht macht, wird das ungleich striktere Dänemark folgen – und der Flüchtlingsstrom staut sich in Kiel, Lübeck und Flensburg. Königsteiner Verteilungsschlüssel hin oder her: Das Land wäre erst einmal in der Pflicht, deutlich mehr Plätze zu schaffen, als schon jetzt erforderlich sind – und käme als Grenzregion in eine ähnlich prekäre Lage wie Bayern.

Man darf hoffen, dass sich eine Grenzschließung im Zeitalter der Smartphones möglichst schnell herumspricht und Szenarien wie vom vergangenen Wochenende, als Kiels Oberbürgermeister Kämpfer aufgrund des großen Andrangs von Transitflüchtlingen das ehemalige C&A-Kaufhaus beschlagnahmte, in den Fährstädten die Ausnahme bleiben. Fakt ist, dass die Menschen dann nicht mehr weiterkommen und in Deutschland bleiben. Für 2016 erwarten die Behörden in Schweden 170000 weitere Flüchtlinge. Irgendwann ist auch eines der tolerantesten Länder dieser Welt am Ende seiner Kraft.

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