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Meinungen Christian Hiersemenzel zu Breitner
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09:00 11.09.2018
Von Christian Hiersemenzel
Christian Hiersemenzel ist Landeshauskorrespondent bei den Kieler Nachrichten. Quelle: Ulf Dahl
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Kiel

Die Genossen sind gerade dabei, aus ihrer GroKo-Agonie aufzuwachen und wieder eigene starke Themen zu besetzen. Das Ringen um bezahlbaren Wohnraum eignet sich für eine breite gesellschaftliche, zuweilen auch emotionale Debatte ganz hervorragend. Wohnen geht uns alle an.

Man kann die neuen Vorschläge von Andrea Nahles & Co. zu Recht kritisieren. Dass zum Beispiel kommunale Wohnungsbauunternehmen so viel bessere Vermieter sein sollen, darf jeder bezweifeln, der die heruntergekommenen KWG-Häuser von früher kennt. Breitners Kritik trifft also einen wahren Kern: Wer die Mieten in unseren Städten wieder bezahlbar machen will, muss das Investitionsklima stärken und darf die privaten Vermieter nicht vorsätzlich schwächen.

Breitners Angriff auf die Genossen dürfte allerdings nicht nur seiner Rolle als Verbandschef in der Wohnungswirtschaft geschuldet sein, sondern auch seiner herzlichen Abneigung gegen Ralf Stegner. Dieser ist als Mitglied des Bundesvorstands maßgeblich für den neuen, erkennbar linken Kurs mitverantwortlich. Wenn die Mietpreisbremse doch erkennbar nicht funktioniert, müssen wirkungsvollere Instrumente geschaffen werden. Darüber sollte man nachdenken dürfen. Populistisch ist es nicht.

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