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Meinungen Christian Hiersemenzel zur Einbürgerung
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08:00 01.11.2018
Von Christian Hiersemenzel
Christian Hiersemenzel ist Landeshauskorrespondent bei den Kieler Nachrichten. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Die Einbürgerung ist ein Bekenntnis zu Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und einer vielfältigen Gesellschaft mit regionalen Traditionen und Eigenheiten – kurz: zu einem schönen, liebenswerten Land.

Jamaika legt mit der geplanten Kampagne den Finger in die Wunde. Es geht nicht einmal um die Tausenden Deutschtürken im Norden, die beide Pässe besitzen und ihre doppelte Staatsangehörigkeit nur ungern aufgeben würden. Ins Blickfeld geraten vielmehr Menschen, die in unserer Nachbarschaft zwar seit vielen Jahren leben, hier aber nicht wählen dürfen, es vielleicht noch nicht einmal wollen, und folglich noch immer am Rande stehen. Vertreter der CDU formulieren es treffend: Die Stunde, in der ausländische Mitbürger die deutsche Staatsangehörigkeit annehmen, ist die Krönung einer gelungenen Integration.

Vielleicht braucht es dafür nur den allerletzten Schritt, indem der Ministerpräsident den Menschen Briefe schreibt und sie dazu ermuntert, Deutsche zu werden. Wer fühlt sich nicht gern willkommen? Vermutlich wird das aber nicht ausreichen. Die Landesregierung sollte sich Menschen aus Vereinen, Verbänden, Kirchen und Parteien zur Verstärkung dazu holen, weil das Anliegen sinnvoll ist. Es geht um ein Miteinander. Parallelgesellschaften haben wir viel zu lange hingenommen.

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Das hört sich doch gut an: Ein- und Zweistundentakt beim Überlandverkehr und Busse, die selbst am Wochenende in annehmbaren Abständen fahren.

Cornelia Müller 01.11.2018

Die Nachkriegsgeschichte hat gezeigt, dass eine stabile CDU wichtig ist für das Wohlergehen Deutschlands – für diese Erkenntnis braucht es kein schwarzes Parteibuch. Ein stabiles Deutschland wiederum ist für Europa, dessen Zusammenhalt mehr denn je in Frage steht, von enormer Bedeutung.

Christian Longardt 31.10.2018

Die Mitarbeiter der Buwog AG sind Veränderungen gewohnt. Nur allzu oft haben sie sich auf einen neuen Eigentümer einstellen müssen, seit sich das Land von seinen eigenen Wohnungsbeständen ab 2004 getrennt hat. Die betroffenen Mieter nennen das „verscherbeln“.

Heike Stüben 30.10.2018