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Meinungen Christian Longardt zur Diesel-Debatte
Mehr Meinungen Christian Longardt zur Diesel-Debatte
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10:00 30.08.2017
Von Christian Longardt

 Daran mangelt es in der aufgeheizten und extrem ideologisch geführten Debatte um Schadstoffgrenzwerte und Fahrverbote: An Stimmen, denen man trauen mag, an Querdenkern, die ihre Bastion verlassen, und an der nötigen, mit Sachkenntnis vorgetragenen Differenzierung.

Der Streit ums Auto ist hoch emotional, das Thema komplex und sehr technisch, die Information oft interessengeleitet. Und Statistiken helfen nur bedingt: Was nützt es den Kielern, dass sich die Stickoxid-Emissionen deutscher Neuwagen seit 2013 halbiert haben, wenn am Theodor-Heuss-Ring der Grenzwert so klar überschritten wird? Wer in der Dieselkrise die eine Wahrheit sucht, läuft Gefahr, sich zu verirren.

Tun wir also nicht so, als sei alles ganz einfach. Verteufeln wir nicht die Dieselfahrer, aber zollen wir auch denen Respekt, die sich nach ökologischeren Autos umsehen. Hören wir Andersdenkenden zu. Der Druck auf dem Kessel ist schon groß genug: Kiel muss schleunigst etwas tun, um das Fahrverbot zu verhindern. Und die Industrie muss ehrlich in Vorleistung gehen, um Vertrauen zurückzugewinnen.

Kommentare
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Man reibt sich die Augen. Worüber haben wir wochenlang gesprochen, wenn die Lösung zur Existenzsicherung von Waldkindergärten offensichtlich so einfach ist? Einrichtungen, die unserem Nachwuchs Natur und Umwelt so nahe bringen, wie es kaum eine andere vermag, gelten nicht umsonst quer durch alle Parteien als besonders unterstützenswert.

Christian Hiersemenzel 30.08.2017

Traurig, aber wahr: Manchmal bedarf es eben mal wieder einer Studie, um unserer Gesellschaft zu zeigen, wo an ihrer Basis etwas komplett schief läuft. Und genau das ist der Fall im Elementar-Bereich unseres Erziehungssystems.

Ulrich Metschies 28.08.2017

Indirekter konnte das vorläufige Ende der Gefängniskooperation zwischen Schleswig-Holstein und Hamburg kaum eingefädelt werden. Da wurde in den Medien eine halbgare Nachricht lanciert, die vom Kieler Justizministerium halbherzig dementiert wurde – und schon war der Bruch perfekt.

Christian Hiersemenzel 28.08.2017