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Meinungen Detlef Drewes zum Brexit
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19:28 25.11.2018
Detlef Drewes ist Brüssel-Korrespondent des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND). Quelle: Juha ROININEN / EUP-IMAGES
Brüssel/London

Doch diesmal gab es nichts zu feiern. Dieser 25. November gehört zu den Tiefpunkten der EU. Zum ersten Mal stimmten die Staats- und Regierungschefs über einen Austrittsvertrag ab. Ein Datum, das man nicht mit Erleichterung über einen Deal überdecken sollte. Das funktioniert nicht.

Die EU verliert eines ihrer stärksten Mitglieder von hohem politischem Gewicht. Damit wird diese Gemeinschaft schwächer – und das lässt sich auch nicht dadurch kaschieren, dass man nun von einer fairen und neuen Partnerschaft miteinander träumt. Verfangen haben nicht sachliche Argumente, sondern Parolen, von denen die meisten längst als blanke Lügen entlarvt wurden. Die Briten gehen nicht, weil sie wollten, sondern weil sich eine Mehrheit hat täuschen lassen.

Die EU darf sich nicht auf den erreichten Kompromissen ausruhen. Ja, ein Durchbruch ist gelungen. Aber dieser Deal ist kein Erfolg, sondern letztlich nur Schadensminderung. Die Trennung löst nicht ein einziges jener Probleme, vor denen alle gemeinsam stehen. Wenn die Länder dieser Gemeinschaft auch künftig in Frieden, Freiheit und Wohlstand leben wollen, brauchen sie sich auch über den Tag der Scheidung hinaus. Eine neue Partnerschaft fällt nicht vom Himmel, die muss man sich erarbeiten – miteinander.

Von Detlev Drewes

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