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Meinungen Detlef Drewes zur Flüchtlingskrise in der EU
Mehr Meinungen Detlef Drewes zur Flüchtlingskrise in der EU
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21:24 24.09.2015

Europa wird sich aber nicht durch außenpolitische Initiativen den innenpolitischen Herausforderungen entziehen können. Die Situation rund um Ungarn, Griechenland und die Balkan-Staaten ist unerträglich. Der bisherige Kompromiss in den diversen Variationen des Dublin-Abkommens ist gescheitert. Eine Rückkehr zu den dort niedergelegten Prinzipien wird nicht mehr möglich sein. Das heißt nicht weniger, als dass sich die EU zügig auf neue und gemeinsame Standards für den Umgang mit Zuwanderern verständigen muss.

Die Bereitschaft für eine faire Quote, die dauerhaft gilt, ist jedoch gering. Mehr noch: Die unterschiedlichen Interesse der Mitgliedstaaten machen eine von allen getragene Lastenverteilung unmöglich. Und der Ruf nach europäischer Unterstützung bedeutet im Klartext auch nichts anderes, als dass einige wenige die Bemühungen anderer bezahlen sollen. Europa stößt gerade an seine Grenzen, nicht nur politisch und bezüglich des Verständnisses von Werten wie Solidarität und Mitverantwortung. Die EU-Länder offenbaren gerade auch tiefe Differenzen ihrer Auffassung von Menschlichkeit.

Von Detlef Drewes

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Das Uni-Klinikum Schleswig-Holstein ist leider kein Einzelfall. In den vergangenen Jahren sind in Deutschland viele Krankenhäuser und darunter auch Uni-Kliniken in den Verdacht geraten, mit überhöhten Abrechnungen die Krankenkassen und damit letztlich alle Bürger abzukassieren.

Ulf B. Christen 24.09.2015

Viel war am Mittwoch in Martin Winterkorns Rücktrittserklärung die Rede von Bestürzung. Damit steht der langjährige VW-Chef beileibe nicht allein da. Hunderttausende Mitarbeiter und Millionen Kunden und wohl die gesamte deutsche Industrie teilen diese Fassungslosigkeit. Nur: Im Gegensatz zum Konzernlenker dürfen sie es sich erlauben.

Lars Ruzic 23.09.2015

Es ist gerade mal eine Woche her, da reichte Ingbert Liebing der Landesregierung noch die Hand und bot seine Unterstützung bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise an. Man befinde sich in einer Ausnahmesituation, analysierte der frisch nominierte Spitzenkandidat der Union treffend, und da hätten die Bürger kein Verständnis für parteipolitisches Gezänk.

Christian Longardt 23.09.2015