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Meinungen Florian Hanauer zum Familiendrama
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20:55 20.09.2018
Von Florian Hanauer
Florian Hanauer ist Chef vom Dienst bei den Kieler Nachrichten. Quelle: Ulf Dahl
Boostedt

Das war offensichtlich bitter nötig. Von der schrecklichen Bluttat, die sich zuvor in der Unterkunft abgespielt hatte, war keine Rede. Auch erfuhren die Besucher der Einwohnerversammlung kein Wort davon. Aber warum? Sollte der Fall nicht publik werden, damit das Bild der Landesunterkunft keine weiteren Kratzer bekommt? Wer immer die Entscheidung getroffen hat – konnte er wirklich politisch so naiv sein, zu glauben, dass er damit durchkommt?

Wenn der Innenminister dies selbst entschieden haben sollte, wäre das ungeheuerlich. Kritische Informationen zurückzuhalten, weil man seine politische Agenda gefährdet sieht, ist schlechte Politik. Denn es leistet einer Stimmung Vorschub, in der sich die Bürger getäuscht fühlen – und sich verbittert von Politik oder demokratischen Parteien abwenden. Kann es sein, dass Hans-Joachim Grote gar nichts von dem Fall gewusst hat? Aber das wäre fast noch schlimmer. Der Innenminister muss, wenn er glaubwürdig bleiben will, bei dem heiklen Thema Boostedt für Transparenz sorgen. Dafür steht er in der Verantwortung.

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Für die Polizei- und Lehrer-Gewerkschaften in Schleswig-Holstein sind die Weihnachtsgeldurteile eine bittere Schlappe. Das Verwaltungsgericht hat keinen Zweifel daran gelassen, dass die 2007 erfolgte Streichung der Sonderzuwendung gerade für gut bezahlte Lehrkräfte und Polizisten rechtens war.

Ulf B. Christen 20.09.2018

Der steile Anstieg der Mieten in den größeren deutschen Städten ist so gut dokumentiert, dass es dieser Analyse eigentlich gar nicht bedurft hätte.

Ulrich Metschies 20.09.2018

Das klingt verlockend: Ein paar Kameras vor dem Hauptbahnhof Kiel, und schon gibt es hier weniger Kriminalität. Und wer sich ordentlich verhält, hat ja nun einmal nichts zu befürchten, oder? Da könnte man ja die ganze Zeit über filmen...

Niklas Wieczorek 20.09.2018