Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Meinungen Florian Hanauer zur Windbranche
Mehr Meinungen Florian Hanauer zur Windbranche
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:00 24.09.2018
Von Florian Hanauer
Florian Hanauer ist Chef vom Dienst bei den Kieler Nachrichten. Quelle: Ulf Dahl
Hamburg

Insgesamt 2000 Stellen sollen seit Anfang 2017 in Norddeutschland verloren gegangen sein. Gleichzeitig enttäuschen die Unternehmen ihre Anleger, gleich ob es die schwachen Umsätze von Siemens-Gamesa, die mauen Erwartungen von Nordex oder der Aktienkurs von Senvion ist, der binnen drei Monaten von elf auf sieben Euro eingebrochen ist.

Wird die Windbranche zusammenschrumpfen wie einst die Solarbranche, die ebenfalls mit Milliarden Euro durch Einspeisevergütungen aufgepäppelt wurde und sich dann fast komplett nach Fernost verabschiedete? Die Wind-Lobbyisten rufen weiter nach staatlicher Unterstützung. Sie verlangen, die Ausbauziele in Deutschland wieder massiv nach oben zu korrigieren. Exportorientierung heißt für sie, Arbeitsplätze gleich mit ins Ausland zu verlegen. Dabei können deutsche Unternehmen weltweit erfolgreich Produkte verkaufen, die hier auch produziert werden. Ganze Industriezweige leben davon, allen voran die gescholtene Autoindustrie.

Die Ausbauziele für Wind in Deutschland anzuheben, macht Sinn, aber erst, wenn die Stromleitungen aus dem Norden ausgebaut sind. Bis dahin sollte die Branche versuchen, innovativer zu sein und auf eigenen Beinen stehen zu können. Das wäre ein schönes Thema für die Leitmesse der Windbranche.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Norden, so scheint es, ist für Naturschutz-Fachleute attraktiv. Mit 1200 Anmeldungen gibt es einen regelrechten Run auf den 34. Deutschen Naturschutztag an der Förde. Bei Nummer 33 in Magdeburg gab es gerade einmal 750 Teilnehmer.

Heike Stüben 24.09.2018

Jetzt kommen sie also, die Herbststürme. Und wieder hofft jeder Hauseigentümer, dass die Ziegel nicht vom Dach fliegen, die Pergola im Garten stehen und der Keller trocken bleibt. Und natürlich wird auch diese Sturmsaison wieder Tausende von Schäden anrichten.

Ulrich Metschies 22.09.2018

Manchmal kann eine Rolle rückwärts ein Fortschritt sein. Zum Beispiel bei der jetzt vom Rat auf den Weg gebrachten Gründung einer Wohnungsgesellschaft – 18 Jahre, nachdem Ex-Oberbürgermeister Norbert Gansel (SPD) den Verkauf der Vorgängergesellschaft KWG zur kurzzeitigen Haushaltssanierung nutzte.

Jürgen Küppers 21.09.2018