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Frank Behling zum Image der Kreuzfahrer

Kommentar Frank Behling zum Image der Kreuzfahrer

Der Naturschutzbund hat ein Ziel erreicht. Passend zu den Cruise Days in Hamburg ist der mediale Fokus auf die Kreuzfahrtschiffe gerichtet. Bei der größten europäischen Kreuzfahrtmesse war schon fast so etwas wie Dank an die Umweltschützer zu hören.

Die Aufmerksamkeit beschert der Branche am Wochenende volle Elbufer, wenn die weißen Riesen zur Parade starten. Gleichzeitig hat sich aber bei der Fachmesse der Fokus verschoben. Dort, wo früher extravagante Formen von Wellness, Poollandschaften und kulinarische Edel-Produkte den Ton angaben, stehen jetzt Hersteller von Umwelttechnik, Werften und Häfen mit dem Slogan „Green Port“.

Der Umweltschutz hat die Branche voll erfasst.

Mit sauberen Kreuzfahrtschiffe versuchten Reedereien wie Aida oder Hapag-Lloyd bereits vor 20 Jahren zu werben. Der Grund, weshalb sich so wenig auf See änderte, liegt nicht bei den Kreuzfahrtschiffen. Die weiße Flotte spielt im Milliardenpoker der Exportnationen und Reederdynastien mit über 50000 Schiffen nämlich mit den gerade mal 400 Schiffen kaum eine Rolle.

2006 hatten Aida und die Meyer Werft bereits den Willen zum Bau eines emissionsarmen Schiffstyps. Zehn Jahre dauerte es, bis die Genehmigungen in umständlichen Verfahren erteilt wurden. Beim Schiffs-TÜV und den Gesetzgebern liegt also der Ball im Spielfeld. Wenn der Naturschutzbund jetzt aber die Reedereien an den Pranger stellt und mit unlauteren Vergleichen arbeitet, ist das wenig seriös. Das zielt einzig nur darauf, Aufmerksamkeit zu erwecken.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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