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Frank Behling zur Rückgabe der Fregatte

Kommentar Frank Behling zur Rückgabe der Fregatte

Die Liste der Probleme bei der Bundeswehr wird länger. Die Marine und das Rüstungsamt ziehen nun beim Fregatten-Projekt F125 die Reißleine: Sie lehnen die Abnahme einer Fregatte ab. Die „Baden-Württemberg“ sollte zwar eigentlich schon seit März 2016 bei der Flotte im Einsatz sein, doch daraus wurde nichts.

Das Schiff wird sogar zurück an die Bauwerft gegeben, und die Soldaten ziehen aus. Das gab es bei solch einem Prestigeprojekt der Rüstung noch nie.

Der Inspekteur der Marine hatte aber keine Wahl. Es geht bei der „Baden-Württemberg“ nicht um einen Hafenschlepper. Die Fregatte ist ein Vorzeigeprojekt, das weltweit verlässlich bis zu zwei Jahre lang im Einsatz sein soll. Außerdem ist Steuergeld in erheblichen Umfang gefragt. Die Hamburger Schiffbauer haben jetzt Zeit zum Nachbessern. Sie können so etwas. Bei den Korvetten klappte es vor ein paar Jahren auch. Damals hatte der Bund aber den Fehler gemacht, die Schiffe abgenommen und in Dienst gestellt zu haben. Die Mängel an den Getrieben traten damals bei normalen Einsatzfahrten der Korvette „Oldenburg“ auf. Das sollte sich nicht wiederholen. Für die Sicherheit deutscher Marinesoldaten im Einsatz sind funktionierende Radargeräte und Führungssysteme bei Einsätzen überlebenswichtig. Deshalb ist die harte Gangart gegenüber der Rüstungsindustrie nicht nur vertretbar, sondern sogar der einzige Weg.

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