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Meinungen Gerhard Müller zum Anti-Doping-Gesetz
Mehr Meinungen Gerhard Müller zum Anti-Doping-Gesetz
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07:33 07.08.2013

Die Erfahrung lehrt, dass die Sportorganisationen mit dem Kampf gegen die Seuche Doping überfordert sind. Und nicht nur das: Sie haben offensichtlich auch wenig Interesse daran, deren Ausbreitung zu stoppen. Wie anders ist zu bewerten, dass dem Deutschen Olympischen Sportbund die aufsehenerre- gende Dopingstudie der Berliner Humboldt-Universität seit März 2012 vorliegt, aber DOSB-Präsident Thomas Bach erst jetzt auf die Idee kommt, die Ergebnisse gründlich analysieren zu lassen?

Der Ruf nach einem deutschen Anti-Doping-Gesetz erschallte prompt, und er darf nicht überhört werden. Sportler, Trainer, Funktionäre – wer betrügt, sollte von Staatsanwaltschaften verfolgt und strafrechtlich verurteilt werden. Die deutsche Justiz hat dies bei der Aufarbeitung des DDR-Staatsdopings bereits vollzogen, wenn auch mit dem Straftatbestand der Körperverletzung. Damit jedoch werden keine Athleten erfasst, sondern nur Trainer oder Mediziner.

Dass das Grundgesetz Sportler schützt, sollte keine zu hohe Hürde darstellen. Hochgerüstete Sprinter können auch mit einem verschärftem Arzneimittelrecht gestoppt werden.

Gerhard Müller 02gmue Kommentar

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