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Meinungen Gerrit Sponholz zum A20-Ausbau
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21:34 06.08.2018
Von Gerrit Sponholz
Gerrit Sponholz Quelle: Kieler Nachrichten
Kiel

Seit 20 (!) Jahren wird hier an ihr geplant, und ganz selten mal ein Kilometerchen gebaut. Der bislang letzte im Jahr 2009.

Der schleppende Baufortschritt hat viele Gründe. Der wichtigste: Ob der Weiterbau über Bad Segeberg hinaus nach Westen verkehrlich sinnvoll ist, zweifelten in der Vergangenheit hinter vorgehaltener Hand selbst Verkehrsminister an. Wichtig fürs Land, so hieß es, sei doch vor allem eine Autobahnverbindung zwischen den beiden größten Städten Kiel und Lübeck.

Außerdem ist das Baurecht komplizierter und ausgefeilter geworden, Natur und Tiere haben einen höheren Stellenwert erhalten. Und die EU redet inzwischen bei Schutzgebieten ein gewichtiges Wort mit. Nicht zuletzt haben Verkehrspolitiker oft den zweiten Schritt vor dem ersten gemacht. Wie auch Ministerpräsident Daniel Günther, der 2017 von einer A20-Fertigstellung 2022 träumte. Das setzt Planer unnötig unter Druck, die vor Gericht bestehen müssen. Und die Richter schauen sich jede Fledermausart ganz genau an, die an der Trasse flattert.

Die neuen Projektplaner von der Deges dürften all diese Probleme kennen. Sie stemmen seit Jahren derlei Großprojekte. Wie der erfolgreiche A7-Ausbau zeigt, sorgfältig geplant. Gut Ding will eben Weile haben.

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