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Gerrit Sponholz zur A20

Kommentar Gerrit Sponholz zur A20

Obwohl die neue Landesregierung bei der A20-Planung Gas geben will: Es geht die nächsten Jahre nur langsam vorwärts. Mal wieder bremst das Bundesverwaltungsgericht. Notgedrungen, denn es reagiert auf offenbar nicht unberechtigte Klagen von Naturschutzverbänden, einer Kommune und zweier Privatpersonen.

Sie alle wenden sich gegen die jüngste Baugenehmigung für den Abschnitt 4 zwischen A7 und Wittenborn. In der Hauptsache wird das Gericht wohl erst in ein, zwei Jahren verhandeln. In der Zwischenzeit soll das Land bis auf ein paar kleine unschädliche Maßnahmen nicht bauen dürfen, schlug das Gericht vor. Ein Teilerfolg für die Kläger, und gesichtswahrend fürs Land.

Ähnlich lief es einst beim ebenfalls beklagten Abschnitt 3 bei Bad Segeberg. Das Land riss ein paar Häuser auf der Plantrasse ab, wartete ansonsten aber bis zur Hauptverhandlung ab. Zurecht, denn 2013 stoppte das Gericht die Planung für die Südumgehung Bad Segeberg. Das Land sollte nachbessern, hat aber bislang keine überarbeitete Planung vorgelegt. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass auch diese erneut beklagt wird.

Falls nicht ein Wunder geschieht. Denn endlich bemüht sich das Land im Vorwege, und nicht erst nach einer Niederlage vor Gericht, mit Naturschützern und Kommunen zu sprechen. Die Treffen befinden sich aber noch im Stadium der Vertrauensbildung, heißt es. Es geht voran, wenn auch nur im selbstverschuldeten Schneckentempo.

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Ein Artikel von
Gerrit Sponholz
Segeberger Zeitung

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