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Meinungen Hans-Jürgen Jensen zur Schwebefähre
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20:27 12.01.2016
Von Hans-Jürgen Jensen

Dann streikte immer wieder der Antrieb. Schließlich folgte die Beinahekatastrophe vom vergangenen Freitag mit zwei verletzten Menschen, ihre Kollision mit einem Frachter. Die schrecklichen schemenhaft in der Dunkelheit ruckelnden Bilder von der wie eine Schiffsschaukel hin und her gerissenen Fähre werden sich ins kollektive Gedächtnis der Region einbrennen. Wäre es jetzt nicht an der Zeit, über den Sinn der Schwebefähre nachzudenken? Ist sie entbehrlich? Womöglich überflüssige Folklore? Dem Berliner Verkehrsministerium scheinen diese Gedanken nicht fremd zu sein. Wie anders ist es zu erklären, dass die Behörde prüfen lässt, ob sie ohne rechtliche Probleme die Fähre abhängen kann. Die Menschen hier fühlen anders. Sie sind zwar genervt von der Pannenserie. Mehr als den Rendsburgern ist die Schwebefähre aber den Osterrönfeldern ans Herz gewachsen. Sie ist Teil ihres Alltags und ihrer Identität. Wer einmal erlebte, wie stolz ein Osterrönfelder einem Fremden die Schwebefähre gezeigt hat, versteht die Gemütslage dieser Menschen. Auch wenn die archaisch anmutende und auf alte Ingenieurskunst gründende Technik längst aus der Zeit gefallen scheint.

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Das neue Jahr beginnt leider so, wie das alte zu Ende gegangen ist: Der Terror bestimmt die Nachrichten. Bislang ist Deutschland von einem Anschlag verschont geblieben, doch gestern ist der Schrecken ein Stück näher an uns herangerückt: Die meisten Opfer des Anschlags von Istanbul sind Deutsche – Urlauber, die eine Stadt kennenlernen wollten, die ihren ganz besonderen Reiz entfaltet.

Jörg Kallmeyer 12.01.2016

Das ist doch mal eine wirklich gute Nachricht. Deutschland wächst, Schleswig-Holstein wächst. Und das nicht nur wegen der vielen Flüchtlinge. Eine steigende Geburtenrate macht alle glücklich. Statistiker, Eltern, Großeltern, Pädagogen und Klinikpersonal. Allen voran die Familienpolitiker, die sich auf die Schulter klopfen, und ihre Politik als Begründung für diese Trendwende anführen. 

Karen Schwenke 12.01.2016

Die Gewalt gegen Frauen in der Silvesternacht ist eine Schande. Der Rassismus jedoch, der sich seitdem im Internet und auf der Straße hemmungslos Bahn bricht, ist kein bisschen weniger beunruhigend. Was unter dem Vorwand legitimer Kritik an der Einwanderungsgesellschaft daherkommt, ist allzu oft Hetze.

12.01.2016
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