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Heike Stüben zum Atommüll-Endlager

Kommentar Heike Stüben zum Atommüll-Endlager

Manche spreche von einer Jahrtausend-Aufgabe. Das ist untertrieben. Die Suche nach einem Lager, das die Umwelt eine Million Jahre vor hochradioaktiven Abfällen schützen soll, ist eine nicht zu bewältigende Aufgabe.

Dennoch muss sie angenommen, muss das Unfassbare versucht werden. Das ist der Preis dafür, dass wir uns wider besseren Wissens auf einen Irrweg eingelassen haben, um eine lächerlich kurze Zeit lang eine bequeme Technologie zu nutzen, die saubere und billige Energie versprach. Beides ist sie nicht, wie die Kosten des Ausstiegs und die Probleme mit dem Atommüll zeigen.

Mit der angeblichen Lösung Gorleben wurde der Bürger lange eingelullt. Dabei warnten auch in Schleswig-Holstein Fachleute wie Prof. Klaus Duphorn früh davor, einseitig auf Salzstöcke zu setzen. Doch es wurde nicht umgesteuert, sondern munter weiter strahlender Abfall produziert. Jetzt, wo ein AKW nach dem anderen vom Netz geht, ist das Problem der Atommüll-Lagerung immer noch nicht gelöst. Und es wird gegen den Willen der Bürger nicht zu lösen sein. Niemand will diese Fracht vor seiner Haustür im Boden haben. Ja, Bürgerbeteiligung ist notwendig. Sie wird aber nicht reichen. Wer die Milliarden aus der Brennelementesteuer in den Sand setzt, der wird Milliarden in die Hand nehmen müssen, um Menschen am Standort des Atommüll-Lagers zu entschädigen und ihnen an einem Ort ihrer Wahl eine neue Heimat aufzubauen.

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Ein Artikel von
Heike Stüben
Lokalredaktion Kiel/SH

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