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Meinungen Heike Stüben zum Insektenrückgang
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20:00 19.10.2017
Von Heike Stüben

Doch die wären heillos überfordert, denn rund 80 Prozent der heimischen Nutz- und Wildpflanzen sind auf die Bestäubung durch Fluginsekten angewiesen. Aber die Menschen brauchen dazu nicht nur möglichst viele Wildbienen-Arten und überlebensfähige Populationen, um die Ernährung sicherzustellen. Wir brauchen auch unzählige andere Insekten, damit die Böden gesund und fruchtbar bleiben, damit sich Humus bilden kann, damit viele andere Tierarten überleben können. Und Insekten sind wichtig, um jene unter ihnen in Schach zu halten, die uns Ernteausfälle und Krankheiten bringen können. Intakte Ökosysteme – ohne Insekten sind sie undenkbar.

 Und nun das: Forscher bestätigen einen drastischen Rückgang der Fluginsekten. Und für einen der Autoren sind die Menschen damit auf dem Weg in ein ökologisches Armageddon. So wird bei Johannes die endzeitliche Entscheidungsschlacht genannt. Das sollte als Weckruf verstanden werden – hin zu einer artengerechten Landwirtschaft, von der die Landwirte leben können. Es muss Verdichtung vor neuer Flächenversiegelung gehen, der Lichtverschmutzung Einhalt geboten werden durch intelligente Leuchtsysteme. Nur warten sollte man nicht mehr.

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Völlig klar: Politisch ist die Verlagerung beruflicher Bildung in Richtung Wirtschaft fragwürdig.

Christian Hiersemenzel 19.10.2017

Bei Schokoladenvorlieben scheiden sich die Geister. Der eine isst nur Zartbitter, der andere greift ausschließlich zu Vollmilch. Entscheidend ist dabei meist eines: der Geschmack – nicht die Form.

18.10.2017

Wer einmal mit Grippe flachlag, der weiß: Das will man nie wieder erleben. Zyniker würden sagen: Das müssen noch viel mehr Menschen durchmachen, damit sie sich endlich impfen lassen.

17.10.2017
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