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Heike Stüben zum Insektenrückgang

Kommentar Heike Stüben zum Insektenrückgang

Insekten sind unterschätzt. Dabei sind sie überall. Sind die artenreichste Gruppe an Organismen, stellen 70 Prozent aller Tierarten in Deutschland. Vor allem leisten sie wertvolle Arbeit. Dabei wird meist nur an Bestäubung und die Honigbienen gedacht.

Doch die wären heillos überfordert, denn rund 80 Prozent der heimischen Nutz- und Wildpflanzen sind auf die Bestäubung durch Fluginsekten angewiesen. Aber die Menschen brauchen dazu nicht nur möglichst viele Wildbienen-Arten und überlebensfähige Populationen, um die Ernährung sicherzustellen. Wir brauchen auch unzählige andere Insekten, damit die Böden gesund und fruchtbar bleiben, damit sich Humus bilden kann, damit viele andere Tierarten überleben können. Und Insekten sind wichtig, um jene unter ihnen in Schach zu halten, die uns Ernteausfälle und Krankheiten bringen können. Intakte Ökosysteme – ohne Insekten sind sie undenkbar.

 Und nun das: Forscher bestätigen einen drastischen Rückgang der Fluginsekten. Und für einen der Autoren sind die Menschen damit auf dem Weg in ein ökologisches Armageddon. So wird bei Johannes die endzeitliche Entscheidungsschlacht genannt. Das sollte als Weckruf verstanden werden – hin zu einer artengerechten Landwirtschaft, von der die Landwirte leben können. Es muss Verdichtung vor neuer Flächenversiegelung gehen, der Lichtverschmutzung Einhalt geboten werden durch intelligente Leuchtsysteme. Nur warten sollte man nicht mehr.

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Gefahr für das Ökosystem
Eine Biene sammelt Pollen von einer Blüte.

Es fällt zunächst nicht weiter auf – aber es könnte schwere Folgen haben: In vielen Regionen Deutschlands schwinden die Insekten. Woran liegt's?

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