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Heike Stüben zur Entwicklung des Wohnungsmarkts

Kommentar Heike Stüben zur Entwicklung des Wohnungsmarkts

Erinnern Sie sich noch an das Programm „Erleichtertes Bauen“? Das hatte die Vorgängerregierung aufgelegt, um schnell preiswerten Wohnraum zu schaffen. Gut gedacht, aber leider kaum angenommen.

Zum Glück steuerte man um, warf alle Förderung in einen Topf und hat daraus das größte Wohnungsförderungsprogramm in der Geschichte des Landes gemacht. In den vergangenen drei Jahren wurden damit 3255 Mietwohnungen gefördert. Das ist bitter notwendig – und angesichts der massenhaft auslaufenden Mietbindungen immer noch zu wenig.

Denn von diesen geförderten Wohnungen entstanden und entstehen gerade einmal 475 in Kiel. Nun sind Sozialwohnungen nicht alles, aber ein Mindestbestand ist gerade in der Landeshauptstadt mit einem besondners hohen Anteil Bedürftigen unabdingbar. Kiel hat, anders als das bessergestellte Hamburg, nicht schon vor Jahren Grundstücke aufgekauft, um damit aktiv Wohnungspolitik zu gestalten. Immerhin baut die Stadt auf den letzten eigenen Grundstücken, bei denen Investoren abwinken, nun selbst Sozialwohnungen.

Doch es müssen auch andere kreative Lösungen her. Denn die nächste große wohnungspolitische Herausforderung steht noch bevor: Bis 2030, so prognostiziert die Bundesregierung, werden in Deutschland 2,9 Millionen barrierefreie oder barrierearme Wohnungen benötigt. Bisher gibt es allenfalls ein Drittel davon. Auch dafür braucht es dringend kluge Konzepte.

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Ein Artikel von
Heike Stüben
Lokalredaktion Kiel/SH

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