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Heike Stüben zur Erzieher-Ausbildung

Kommentar Heike Stüben zur Erzieher-Ausbildung

In Kitas wird händeringend Personal gesucht. Da sollte doch alles getan werden, um ambitionierten Menschen den Zugang zu diesem Beruf zu ermöglichen. Doch die Probleme, auf die angehende Erzieherinnen aus Schleswig jetzt aufmerksam machen, zeigen das Gegenteil: Motivierte Frauen müssen um ihren Abschluss bangen, weil die Finanzierung unsicher ist.

Dabei sollte das Aufstiegs-Bafög genau diese Unsicherheit beseitigen und den Erzieherberuf auch für jene öffnen, die schon eine andere Ausbildung absolviert haben. Die angehenden Erzieherinnen werden nach jetziger Lage wohl ihren Abschluss machen können – alles andere wäre peinlich für die Schulen und auch für das Land. Doch ist damit das Problem gelöst, oder ist es nur Flickschusterei?

Unstrittig ist doch: Der Erzieherberuf wird seit Jahren immer wichtiger für die frühkindliche Bildung. Doch im Gegensatz zu anderen pädagogischen Berufen lernt man Erzieher immer noch auf einer Fachschule. Ist doch egal, wenn die Lehrinhalte stimmen, könnte man meinen. Doch die These sei erlaubt: Würden nicht immer noch vorwiegend Frauen in diesem Beruf arbeiten, würde man Erzieher wohl längst an einer Fachhochschule studieren oder ein duales Studium absolvieren. Angesichts der pädagogischen Ansprüche, die Erzieherinnen heute in Kita, Hort und auch in der Schule erfüllen müssen, gehört die Ausbildung auf den Prüfstand. Ja, das würde die Betreuung in den Kitas noch einmal teurer machen. Aber es würde auch die Attraktivität des Berufes erhöhen.

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Ein Artikel von
Heike Stüben
Lokalredaktion Kiel/SH

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