2 ° / -2 ° Schneeschauer

Navigation:
Heike Stüben zur Kita-Reform

Kommentar Heike Stüben zur Kita-Reform

Das Problem ist bedrohlich groß und wächst weiter: Immer mehr Eltern fordern ihr Recht auf professionelle Kinderbetreuung und individuelle Förderung ein. Zwar sind vielerorts neue Gruppen und mit Bundesmitteln auch neue Gebäude entstanden, doch das Personal ist nicht gleichermaßen mitgewachsen. Vielerorts bleiben Stellen unbesetzt. Oft fehlt den Kommunen das Geld, um die Betreuungswünsche der Eltern zu erfüllen.

Die Folgen: Kommunen, die nicht wissen, wo sie noch Plätze herzaubern sollen. Steigende Kita-Gebühren. Fachkräfte im Dauerstress. Für die vielfältigen Zusatzaufgaben – individuelle Sprachförderung, Begleitung der Eltern, Erkennen von Kindeswohlgefährdung, Dokumentation – ist oft zu wenig Zeit. Der Krankenstand in Kitas liegt mit durchschnittlich 17,2 Tagen im Jahr weit über dem Durchschnitt im Land. Das alles soll nun eine Reform in den Griff bekommen. Schon in wenigen Monaten sollen die Eckpunkte stehen, Mitte 2020 die Reform dann umgesetzt werden. Ist das überhaupt zu schaffen? Kaum vorstellbar.

Dennoch ist eine positive Grundstimmung spürbar. Sicher auch, weil alle Seiten unter Erfolgsdruck stehen. Fast ist ein kollektives Aufatmen spürbar nach dem Motto: Endlich geht es los. Ob diese Aufbruchstimmung über den bevorstehenden Verhandlungsmarathon trägt, wird sich zeigen. Denn Knackpunkte gibt es genug.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Tamo Schwarz
Sportredaktion

Mehr aus KN-Kommentare 2/3