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Meinungen Heike Stüben zur Sitzung in Suchsdorf
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07:37 08.02.2016
Von Heike Stüben

Genau dieser Satz war vor und auch nach der Veranstaltung immer wieder zu hören. Und damit nicht genug. Gerüchte, Hetze bis hin zu Gewalt- und Morddrohungen – was Mitarbeiter der Stadt und Dezernenten inzwischen auch in Kiel über sich ergehen lassen müssen, überschreitet jede Grenze. Wer so agiert, der verwirkt sein Bürgerrecht. Wer dazu nickt, der wirkt mit an der Erosion unserer demokratischen Grundordnung.

 Und nein, es ist auch keine Willkür, wenn der zuständige Stadtrat nach geeigneten Unterbringungsmöglichkeiten für Flüchtlinge sucht und sich dabei keine Tabuzonen aufgeben lässt. Er macht seinen Job, und bisher machen er und die vielen Beteiligten in der Stadtverwaltung den ziemlich gut. Menschen, die nach dem Königssteiner Schlüssel Kiel zugewiesen werden, müssen untergebracht und versorgt werden. Punktum. Das ist Gesetzeslage, und das sollte auch selbstverständlich sein. Dass die Stadt Kiel dabei die Mindeststandards einhält und die Menschen nicht irgendwo campieren lässt, ist richtig. Natürlich reicht das nicht für eine Integration. Aber es ist eine Grundvoraussetzung dafür.

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