Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Meinungen Heike Stüben zur Studie über Altersarmut
Mehr Meinungen Heike Stüben zur Studie über Altersarmut
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:46 20.08.2013

Altersarmut ist sehr ungleich verteilt. Alleinstehende Frauen sind besonders betroffen – ebenso Menschen mit niedrigem Einkommen oder Brüchen in der Erwerbsbiografie. Auch Menschen, die sich mit einem kleinen Gewerbe selbstständig gemacht hatten, leben heute oft in Armut. Diese Gruppen sind auf dem Arbeitsmarkt nicht weniger, sondern mehr geworden. Da wächst also eine neue, größere Generation Altersarmut heran. Die Gesamtgefährdungsquote von 15,4 Prozent untermauert das: Je früher Armut droht, desto größer das Risiko einer Altersarmut.

Gegensteuern tut deshalb Not. Erstens mit ausreichend hohen Löhnen. Sie sind zwar kein sicherer Schutz vor Altersarmut, aber sie sind eine notwendige Bedingung für ein ausreichendes Einkommen im Alter. Zweitens mit gezielter Hilfe für die Betroffenen. Arme Menschen sind häufiger krank und verursachen höhere Pflegekosten. Viel sinnvoller ist es, rechtzeitig Geld dafür auszugeben, dass die Menschen gesund bleiben. Präventionsprogramme gibt es genug. Doch bisher erreichen sie die gar nicht, die es am dringendsten benötigen.

Wer für die Zukunft eine Lawine von ausgegrenzten, kranken alten Menschen verhindern will, muss heute handeln. Dazu sollte man den Betroffenen gut zuhören. Die Studie ist ein guter Anfang.

Heike_Stüben_fb_SH_18_08_035_Kommentar1

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!