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Meinungen Jan v. Schmidt-Phiseldeck zum Drogenfund
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22:27 09.01.2019
Von Jan von Schmidt-Phiseldeck
Jan von Schmidt-Phiseldeck ist Lokalredakteur der Kieler Nachrichten Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Eine große Rolle spielt bei der Aufdeckung von Dealernetzwerken der Paragraf 31 des Betäubungsmittelgesetzes. Dieser räumt Tätern „Vergünstigungen“ ein, wenn sie zur Erhellung von Taten oder deren Aufklärung beitragen. Strafmilderung bei auskunftsfreudigen Drogendealern, die in der Szene als „31er“, also Verräter, bezeichnet werden, hilft Ermittlern und Justiz, die Köpfe der im Verborgenen operierende Banden im Norden aufzuspüren. In einer Handvoll bundesweiter Fälle geht das so weit, dass Informanten ins Zeugenschutzprogramm aufgenommen werden.

Dennoch können die in regelmäßigen Abständen von Polizei und Zoll präsentierten Rauschgiftfunde nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Drogenszene auch im Norden weiter erstaunlich geräuschlos funktioniert. Trotz sicherlich guter Arbeit der 350 Beschäftigten des Zollfahndungsamts Hamburgs. Trotz geständiger Drogendealer, die die Angst vor einer langen Haftstrafe antreibt. Und auch trotz hoher Strafen, die bei Besitz verbotener Substanzen drohen.

Deshalb müssen die schweren gesundheitlichen Schäden, die bei manchem Drogenkonsum bis zum Tode führen können, viel stärker thematisiert werden. Ecstasy, Speed & Co. dürfen in der Partyszene oder auch im Berufsleben keine Rolle mehr spielen. Den Rest regelt der Markt dann von selbst.

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