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Meinungen Jan von Schmidt-Phiseldeck zu Niedrigpreisen
Mehr Meinungen Jan von Schmidt-Phiseldeck zu Niedrigpreisen
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07:00 22.10.2015
Von Jan von Schmidt-Phiseldeck

Die um Verständnis für die Nöte der Bauern heischende Reaktion des mächtigen Discounters Aldi steht dabei nur symbolisch für eine insgesamt unehrliche Diskussion. Es geht um Margen, um Verdrängung und darum, wie mit spektakulären Sonderangeboten möglichst viele Kunden in die Geschäfte gelockt werden können. Der eigentliche Wert eines in Deutschland produzierten Lebensmittels, das strengen Kontrollen unterliegt, spielt fast keine Rolle mehr. Stattdessen schieben Aldi & Co den schwarzen Peter weiter, verweisen auf die internationale Marktlage, die sich an Angebot und Nachfrage orientiert.

Mehr Ehrlichkeit stünde aber auch den Verbandsvertretern der Landwirte gut zu Gesicht. Wollen sie künftig nur noch Agrarfabriken und Großbauern vertreten, nehmen sie das schleichende Sterben ihrer Branche einfach in Kauf? Antworten auf diese Fragen, verbunden mit der Neugestaltung eines Systems, das heute Lebensmittel an der Börse wie Rohöl handelt, sind unerlässlich. Zum Wohle einer nachhaltigen Landwirtschaft.

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Wer nichts zu verlieren hat, kann gelassen Fehler zugeben. Wer viel zu verlieren hat, kämpft verzweifelt um seinen Status. Franz Beckenbauer hat viel zu verlieren, sehr viel. Der 70-Jährige ist der einzige Mensch auf dem Planeten, der als Spieler und Trainer Fußball-Weltmeister wurde und eine WM ins eigene Land geholt hat.

Thomas Pfeiffer 22.10.2015

Abschiebungen sind ein Graus. Immer. Für die Betroffenen, wenn sie nachts von der Polizei aus den Betten geholt werden, um in eine Heimat verfrachtet zu werden, aus der sie in der Regel aus gutem Grund geflohen waren. Aber auch für die Politik. Und für die Polizisten, die abgelehnten Asylbewerbern, die oft schon neue Kontakte geknüpft haben, in Nacht-und-Nebel-Aktionen ihre Hoffnung zerstören müssen: die Hoffnung auf eine neue, bessere Heimat.

22.10.2015

Innere Sicherheit gehört zum politischen Kerngeschäft der CDU, fast wie ein Mantra stets mit der Forderung nach mehr Polizisten verbunden. Auch das aktuelle Strategiepapier der Nord-Union kommt nicht ohne diese Zielvorgabe aus. Dennoch wäre es seitens der politischen Gegner voreilig, dem CDU-Landesvorsitzenden Ingbert Liebing Populismus oder Lobbypolitik vorzuwerfen.

Bastian Modrow 21.10.2015