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Jan von Schmidt-Phiseldeck zum Breitband

Kommentar Jan von Schmidt-Phiseldeck zum Breitband

Ein Glasfaseranschluss, heißt es in der Breitbandstrategie der Jamaika-Koalition, soll bis 2025 in jedem Gebäude verfügbar sein – fünf Jahre früher als von der Vorgängerregierung geplant. Ein ehrgeiziges Ziel, das gerade von Unternehmern mit Beifall aufgenommen werden müsste.

Denn der Status Quo ist immer noch durchwachsen: Während in den allermeisten neu erschlossenen Gewerbegebieten ein leistungsfähiger Breitbandanschluss genauso Standard ist wie ein Wasser-, Strom- oder Straßenanschluss, sind manche ältere Gewebeparks – internettechnisch gesehen – auf einem Niveau, das selbst Privatnutzer zum Heulen bringen würde.

Das Problem: In den 1990er-Jahren war Kupferkabel das Nonplusultra – und bis vor wenigen Jahren auch noch völlig ausreichend, um gewünschte Datenmengen verlässlich abzurufen oder zu senden. Diese Zeiten sind längst vorbei: An einem Gigabit-Internetanschluss kommt ein Unternehmen aufgrund rasant digitalisierter Abläufe kaum noch vorbei. Im Umkehrschluss bedeutet das: Wer an seinem Standort keinen Breitbandanschluss hat, muss auf teure Alternativen wie Internet über Satellit ausweichen.

Wenn auch das nicht zufriedenstellend funktioniert, bleibt einem Unternehmen nur noch, seinen Standort zu wechseln. Damit die Gewerbesteuer vor Ort weiter fließt, sind Kommunen gut beraten, zu investieren und auch in die Jahre gekommene Gewerbegebiete gemeinsam mit Partnern zukunftsfähig aufzurüsten.

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Jan von Schmidt-Phiseldeck
Wirtschaftsredaktion

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