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Meinungen Jan von Schmidt-Phiseldeck zum Busstreik
Mehr Meinungen Jan von Schmidt-Phiseldeck zum Busstreik
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20:39 09.10.2015
Von Jan von Schmidt-Phiseldeck

Zum Beispiel in der vergangenen Verhandlungsrunde, die Anfang Januar 2014 in Aukrug nach zwei durchdiskutierten Tagen mit einem Ergebnis endete, mit dem beide Seiten leben konnten. Mehr noch: Damals lobte Verdi-Verhandlungsführer Gerhard Mette die Einigung am grünen Tisch noch als „Ausdruck gewerkschaftlicher Stärke“.

Dieses Mal setzte die Gewerkschaft bereits während der fünf Verhandlungstage auf die Karte Streik, kündigte den Ausstand aber immerhin kurzfristig an. Und nun? Jetzt soll ein Dauerausstand als letztmögliches Mittel eine Einigung erzwingen, an der am Ende nur Verlierer stehen werden. Schüler und Pendler, weil ihnen eine verlässliche Möglichkeit genommen wird, Schule oder Arbeitsplatz zu erreichen. Gewerkschaften, weil sie es nicht geschafft haben, maßvoll ihre Rolle in der gesetzlich verankerten Tarifautonomie auszufüllen. Und die Busfahrer selbst, weil sie Akzeptanz verspielen und womöglich ihre Unternehmen in Gefahr bringen. In Mecklenburg-Vorpommern ist der ÖPNV bereits stark ausgedünnt – Schleswig-Holstein könnte es ähnlich gehen. Deshalb: Zurück an den Verhandlungstisch!

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Putin, Lukaschenko und ihren Vasallen wird sie nicht gefallen, die Entscheidung der Literaturnobelpreis-Jury für Swetlana Alexijewitsch. Dafür war man sich ansonsten einig wie selten: die Wettbüros, bei denen die Quote zuletzt drei zu eins lag, die Kritiker und die Schwedische Akademie mit der neuen, offensichtlich für einen Richtungswechsel offenen Sekretärin Sara Danius in Stockholm.

Ruth Bender 08.10.2015

Die Pläne für Flüchtlingslager in Schleswig-Holstein kommen auf den ersten Blick nicht von dieser Welt. Auf den zweiten Blick wird aber sehr schnell klar, dass Innenminister Stefan Studt die richtigen Folgerungen aus der realen Lage zieht. Auch der SPD-Politiker weiß nicht, wie viele Menschen in den nächsten Monaten noch nach Schleswig-Holstein flüchten und ob es für sie genügend Quartiere gibt.

Ulf B. Christen 08.10.2015

Wenn jemand eine Feier plant, gibt es Grundregeln: Gewisse Verwandte oder Freunde müssen einfach eingeladen werden, das Verpflegungsangebot sollte aufgrund moderner Essgewohnheiten Vegetarier nicht verärgern, und mit Getränken sollte man nicht knausern.

Gerhard Müller 08.10.2015