Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Meinungen Jan von Schmidt-Phiseldeck zum Heizen mit erneuerbaren Energien
Mehr Meinungen Jan von Schmidt-Phiseldeck zum Heizen mit erneuerbaren Energien
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:00 29.01.2018
Von Jan von Schmidt-Phiseldeck
Anzeige

13,1 Millionen Gas- und 5,8 Millionen Ölheizkessel stehen jeweils nur etwa 900000 Biomasse- oder Wärmepumpenanlagen gegenüber. Ähnlich wie bei der E-Auto-Förderung, die bislang kaum Wirkung zeigte, hat auch das Marktanreizprogramm für erneuerbare Energien, kurz Map, noch viel Luft nach oben.

Etwa 300 Millionen Euro stellt das Bundeswirtschaftsministerium jährlich zur Verfügung, um Eigenheimbesitzern, Unternehmen oder Kommunen die Wärmewende schmackhaft zu machen. Gut gedacht heißt dabei aber nicht gut gemacht: Hausbesitzer müssen nämlich, bevor sie den Handwerker beauftragen, einen Förderantrag für die staatlichen Zuschüsse stellen. Erst nach positiver Eingangsbestätigung kann dann gebaut werden, innerhalb von neun Monaten muss die neue Heizungsanlage bereits installiert sein.

Hier zeigt sich, was passieren kann, wenn zu viel Bürokratie auf Lebenswirklichkeit trifft. Die Auftragsbücher von Schleswig-Holsteins Heizungsbauern sind bereits übervoll, Wartezeiten damit sehr lang. Eine Erdwärmepumpe „mal eben“ innerhalb weniger Monate einzubauen, ist kaum umzusetzen. Wenn die Wärmewende in den nächsten Jahren Schwung entfalten soll, müssen Anreizsysteme und Bürokratie schleunigst angepasst werden.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Schon wieder VW: Millionenfach hat der Konzern Verbraucher mit dem Versprechen vom sauberen Diesel getäuscht. Den Managern war offenbar jedes Mittel recht. Sogar vor unsäglichen Tierversuchen schreckten sie nicht zurück: Zehn Affen ließen sie in einem Glaskasten Autoabgase einatmen – was an Skrupellosigkeit nicht zu überbieten ist.

Jens Kiffmeier 28.01.2018

Es ist nicht weniger als eine grüne Revolution: Die Grünen haben in Hannover ein Dogma über Bord gewachsen und mit Annalena Baerbock und Robert Habeck erstmals zwei Vertreter des Realo-Flügels zur Doppelspitze gewählt.

Christian Longardt 28.01.2018

Nach der ersten größeren Flüchtlingswelle in der jüngeren Landesgeschichte schaffte es die Rechtsextremistische DVU 1992 in den Landtag. Die Extremisten konnten keine Akzente setzen und galten im Landeshaus als „Dummrechte“, weil einige Abgeordnete nicht einmal ihre Redemanuskripte fehlerfrei vorlesen konnten.

Ulf B. Christen 27.01.2018
Anzeige