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Jan von Schmidt-Phiseldeck zur Erntebilanz

Kommentar Jan von Schmidt-Phiseldeck zur Erntebilanz

Das Glück ist in Schleswig-Holstein zu Hause, zumindest in diesem Jahr: Während das Wetter mit Frühjahrsfrösten und sommerlichem Dauerregen den Landwirten in großen Teilen Deutschlands die Ernte kräftig vermiest hat, ist der Norden glimpflich davongekommen.

Zwar ist auch hier örtlich heftiger Regen das beherrschende Thema – allerdings mit Blick auf die bisher eingefahrene Erntemenge ein oftmals durchaus kalkulierbares Pokerspiel zwischen Mähdreschereinsatz und Trockenkammer.

Allein auf einen halbwegs passablen Witterungsverlauf für kommende Ernten zu setzen, reicht dabei nicht mehr aus. Das Ernteglück ist auch nur dann weiterhin im Norden zu Hause, wenn sich Schleswig-Holsteins Landwirte verstärkt mit dem Thema erweiterte Fruchtfolge beschäftigen.

Durch verschärfte Verordnungen bei der Düngung und beim Pflanzenschutz ist es entscheidend, auf vitalen Böden gesunde und starke Sorten zu kultivieren – und dabei nicht nur auf einen starken Marktpreis als Entscheidungskriterium zu setzen.

Weiterentwickelte Anbausysteme gelten als Schlüssel für eine auch in Zukunft erfolgreiche Landwirtschaft. Einen Beitrag dazu liefern Langzeitforschungsprojekte der Landwirtschaftskammer, einen Beitrag kann auch jeder Landwirt liefern, der sich zum Beispiel mit dem Anbau von Ackerbohnen beschäftigt und sein Wissen über Erfolg oder Misserfolg teilt. Mit dieser Strategie bleibt auch die Rentabilität nicht auf der Strecke.

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Jan von Schmidt-Phiseldeck
Wirtschaftsredaktion

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