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Meinungen Jörg Kallmeyer zum Tornado-Einsatz
Mehr Meinungen Jörg Kallmeyer zum Tornado-Einsatz
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21:28 26.11.2015
Von Jörg Kallmeyer

Der Weg dorthin ist allerdings keineswegs so klar umrissen wie man anfangs glaubte. Paris ruft nicht den Bündnisfall der Nato aus, die Vereinten Nationen liefern nicht das Mandat für einen Einsatz. Das hat den Vorteil, dass die Beteiligung Deutschlands am Militäreinsatz gegen den IS nicht mit großem Tusch vor aller Welt verkündet werden muss. Es birgt aber das Risiko, dass Berlin Schritt für Schritt in diesen Einsatz marschiert – ohne Start und Ziel so richtig markieren zu können.

Ob der Einsatz von deutschen Aufklärungs-Tornados und die Bereitstellung einer Fregatte eine neue Qualität für die deutsche Beteiligung an diesem Anti-Terror-Einsatz bedeutet, hängt sehr von der Sichtweise ab. Deutschland ist durch die Bewaffnung der Peschmerga schon Partei in diesem Konflikt; auch bei anderen internationalen Einsätzen waren regelmäßig Aufklärungsflugzeuge der Bundeswehr mit von der Partie.

Außerhalb Europas könnte der Blick auf das deutsche Engagement allerdings weniger differenziert ausfallen. Wächst mit dem Einsatz von Flugzeugen und Schiffen im Kampf gegen Terror die Gefahr, selbst zum Ziel von Terroranschlägen zu werden? Die Bundesregierung war sich bei ihrer Entscheidung des Risikos bewusst. Eine Wahl aber hatte sie nicht.

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Die Energiewende ist oft belächelt und noch häufiger als Öko-Rohrkrepierer kritisiert worden. Die vom Statistikamt Nord gestern vorgelegte Bilanz für 2014 belegt das Gegenteil. In Schleswig-Holstein kommt erstmals mehr Strom aus Wind, Sonne und Biomasse als aus der Atomkraft. Und schon in diesem Jahr wird sich Schleswig-Holstein statistisch betrachtet selbst mit Strom versorgen. Wir sind also auf einem guten Weg. Die Energiewende kann gelingen.

Ulf B. Christen 26.11.2015

Eigentlich haben wir es ja schon gewusst: In Schleswig-Holstein lässt es sich prima leben. Die Menschen meckern nicht, auch wenn es mal nicht so rund läuft. Für sie ist das Glas meistens halbvoll. Das haben wir jetzt zum dritten Mal schwarz auf weiß: Unsere Glückskurve geht steil nach oben.

Carola Jeschke 25.11.2015

Schleswig-Holstein hat starke Industrieunternehmen, keine Frage. Und das sind ganz sicher die Großen aus den Bereichen des Schiffbaus, der Chemie, der Ernährungswirtschaft oder der Medizintechnik. Aber zu nennen sind vor allem auch die kleinen und mittleren Betriebe mit 50 bis 150 Mitarbeitern, die sich im internationalen Wettbewerb behaupten und unter denen sich etliche Weltmarktführer befinden.

25.11.2015