Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Meinungen Jörn Genoux zum Auschwitz-Verfahren
Mehr Meinungen Jörn Genoux zum Auschwitz-Verfahren
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:41 21.09.2015
Von Jörn Genoux

Das hat nach einer über 30 Jahre lang geführten Debatte der Bundestag 1979 beschlossen. „Mord bleibt im Bewusstsein der Angehörigen der Opfer und auch der Allgemeinheit lebendig. Der Zeitablauf bringt das Bedürfnis nach Sühne und Gerechtigkeit für ein so schwerwiegendes Verbrechen nicht zum Erlöschen“, so formulierte es bereits 1969 der SPD-Angeordnete Martin Hirsch.

Seither werden selbst über 90-Jährige noch zur Verantwortung gezogen, wenn sie ein Rad oder Rädchen in der Tötungsmaschine der Nazis gewesen sind. Zuletzt wurde in Lüneburg der 94-jährige Oskar Gröning zu vier Jahren Haft wegen Beihilfe zum Massenmord verurteilt. Am Montag wurde das schriftliche Urteil veröffentlicht. Diese 42 Seiten sollte wirklich jeder lesen. Die Richter benennen die Verbrechen, die in Auschwitz Alltag waren, und liefern Belege für die Taten und die Rolle Grönings. Die Strafkammer des Landgerichts zeigt in ihrer Urteilsbegründung, dass es möglich ist, auch nach mehr als 70 Jahren sehr differenziert die individuelle Schuld zu ermitteln.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

An diesem Montag beginnt Griechenlands letzte Chance. Auch wenn Alexis Tsipras laut den ersten Prognosen wieder die Nase vorne hat, bleibt das Ergebnis eine Ohrfeige derer, für die er als Hoffnungsträger ausgespielt hat. Aus dem Kämpfer für ein stolzes, selbstständiges Griechenland ist erst ein wortbrüchiger Politiker wie viele vor ihm geworden.

Detlef Dreessen 21.09.2015

Man fragt sich wirklich, was die Verantwortlichen bei VW geritten haben mag: Diesel-Abgaswerte zu manipulieren, das ist weit mehr als Betrug am Kunden. Das geht auch direkt gegen den Gesetzgeber in den USA. Und es trifft die Mitarbeiter in aller Welt, die redlich arbeiten und nun dafür geradestehen müssen. Denn durch diese Manipulation ist mit einem Schlag viel Vertrauen verloren gegangen – nicht nur in den USA.

Jörn Genoux 21.09.2015

Der Zustrom an Flüchtlingen bindet in den meisten Kommunen zurzeit alle Kräfte. Hunderte, Tausende aufzunehmen, ist gerade für die Stadt Kiel mit ihrem knappen Wohnraum und begrenzten Mitteln kaum zu schaffen. Trotz dieser Not leistet sich die Landeshauptstadt einen kleinen, bundesweit wohl einmaligen Luxus.

Karen Schwenke 21.09.2015