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Meinungen Jörn Genoux zum Flugbegleiter-Streik
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07:00 07.11.2015
Von Jörn Genoux

Im juristischen Sinne dürfte der Streik der Flugbegleiter wohl noch nicht als unverhältnismäßig eingestuft werden. Denn die Gewerkschaft Ufo hat sich ein tariflich zulässiges Streikziel gesetzt. Und Arbeitsgerichte sehen das Kriterium meist erst dann als erfüllt an, wenn ein Streik ein Unternehmen in seiner Existenz bedrohen würde.

Doch in einem nicht-juristischen Sinne darf die Verhältnismäßigkeit durchaus angezweifelt werden. Denn sieben Tage lang weite Teile des deutschen und internationalen Flugverkehrs lahmzulegen und Tausenden Kunden erhebliche Unannehmlichkeiten zuzumuten, dafür gibt es eigentlich noch keinen Grund – jedenfalls auf den ersten Blick. Denn nicht nur hinter vorgehaltener Hand ist zu hören, dass die Stimmung in den Verhandlungen richtig mies ist. Lufthansa-Arbeitsdirektorin Bettina Volkens wird dafür von Ufo-Vertretern verantwortlich gemacht. Sie halte Zusagen nicht ein und erzeuge eine Atmosphäre der Verunsicherung, ist nicht nur aus Gewerkschaftskreisen zu hören. So gesehen könnte dieser Rekord-Streik fast ein Hilferuf sei: Lufthansa-Chef Carsten Spohr möge sich persönlich einschalten.

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