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Meinungen Jürgen Küppers zum Ärger mit dem Ferien-Ticket der Bahn
Mehr Meinungen Jürgen Küppers zum Ärger mit dem Ferien-Ticket der Bahn
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17:23 28.07.2013

Man könnte es auch als Arroganz eines Nahverkehrsunternehmens deuten, auf dessen Dienste täglich viele Menschen angewiesen sind. Von ihnen zu verlangen, vor Reiseantritt sämtliche Beförderungsbedingungen zu studieren, um sich nicht strafbar zu machen, ist ebenso weltfremd wie dumm.

Denn wer so heftig gegen ein miserables Image ankämpfen muss wie die Bahn, kann sich solche Kopfstöße gegen offensichtlich arglose Kunden beileibe nicht leisten. Den Zorn schürt in diesem Fall nicht nur das mangelnde Fingerspitzengefühl des Kontrolleurs, der es ja ganz offensichtlich nicht mit einer arglistigen Täuschung zu tun hatte. Kaum minder ärgerlich ist die Reaktion der Bahn-Pressestelle, die sich hinter Vorschriften und Beförderungsbedingungen verschanzt.

Wären die Offiziellen die Bahn hier nur einmal über ihren Schatten gesprungen, hätten Vorschrift Vorschrift sein lassen und Milde walten lassen. Sie hätten damit mehr Sympathiepunkte gesammelt als durch knackige Werbesprüche. Stattdessen fühlen sich Kritiker umso mehr bestätigt, die schon immer meinten: Mit Service und Kommunikation ist es nicht weit her bei der Bahn. Und das alles nur wegen einer Folie.

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