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Jürgen Küppers zum Kompetenzzentrum für Gründer

Meinung Jürgen Küppers zum Kompetenzzentrum für Gründer

Stuttgarts bauernschlauer Ex-OB Manfred Rommel brachte es einst mit seinem Bonmot auf den Punkt: "Kommunalpolitik kann verhältnismäßig wenig bewirken, aber unverhältnismäßig viel verhindern." Das gilt ganz besonders für Menschen, deren wirtschaftliche Existenz nicht zuletzt vom Wohl und Wehe zuständiger Behördenmitarbeiter abhängt.

Kiel. Wer ein Restaurant eröffnen, ein Start-up gründen oder seine clevere Idee durch ein Kleinunternehmen marktreif machen will, sieht sich mit einem Wust kommunaler Verordnungen, Richtlinien oder Satzungen konfrontiert. Wahrscheinlich tragen auch solche Hürden erheblich dazu bei, dass sich in diesen vergleichsweise entspannten Arbeitsmarktzeiten wieder mehr Menschen für ein Angestelltendasein entscheiden als für das Wagnis der Selbstständigkeit.

Der Rückgang bei den Gewerbeanmeldungen in Kiel um 25 Prozent innerhalb von zehn Jahren ist zwar noch kein Alarmsignal. Es ist ein bundesweiter Trend. Das bedeutet aber nicht, dass man ihm lokal nicht entgegensteuern könnte – oder müsste. Denn neue Ideen und Geschäftsmodelle sind gerade für einen Hochschulstandort wie Kiel und einer Stadt, die „Kreativität“ als Leitlinie auf den Fahnen hat, unverzichtbar. Ihre bislang eher halbherzige Unterstützung der Kreativen in der „Alten Mu“ ist allerdings noch kein wünschenswertes Beispiel dafür, dass die Stadt auf unkonventionelle Ideen mit Offenheit und Flexibilität reagiert. Genau das könnte aber einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung des „Gründerklimas“ in Kiel leisten.

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