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Meinungen Jürgen Küppers zur Überlastungsanzeige von Schulleitern
Mehr Meinungen Jürgen Küppers zur Überlastungsanzeige von Schulleitern
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10:01 03.04.2018
Von Jürgen Küppers
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Wer große Schulen in schwierigem Umfeld leiten will, kann nicht gleichzeitig noch im Umfang fast einer halben Planstelle unterrichten. Jammern auf hohem Niveau, könnte man einwenden: Gute Stellendotierung, Pensionsanspruch plus vergleichsweise üppige Ferientage müssten doch Stressausgleich genug sein.

Aber das greift zu kurz. Denn wahr ist auch: Das Berufsbild Lehrer/Schulleiter hat sich in den vergangenen Jahren gerade in sozialen Brennpunkten extrem gewandelt – vom Wissens- zum Kulturvermittler, vom Didaktiker zum Statistiker, vom Schülerversteher zum Krisenmanager. Nicht verändert hat sich hingegen die Auffassung des Ministeriums: Umfang von Lehrer-Arbeitszeit bemesse sich allein an Unterrichtsstunden inklusive Vor- und Nachbereitung.

Wie wenig das oft mit der Realität zu tun hat, könnte die Ministerin ohne Probleme ja mal bei (unangemeldeten) Schulbesuchen in Erfahrung bringen. Insofern ist es überfällig, dass auch die über den Unterricht hinaus geleistete Arbeit an Schulen von externen Fachleuten begutachtet und bewertet wird. Das wäre ein Beleg dafür, dass das Ministerium die Alarmzeichen richtig deutet – und dann auch handelt.

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