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Alev Dogan zu den Einbruchszahlen

Kommentar Alev Dogan zu den Einbruchszahlen

Eitel Sonnenschein herrschte im Landeshaus, als Innenminister Hans-Joachim Grote die frohe Kunde überbrachte: Schleswig-Holstein ist dank sinkender Einbruchszahlen ein Stück sicherer geworden. In der Tat ist es eine gute Nachricht für den Norden, dass weniger Menschen im vergangenen Jahr Opfer eines Einbruchs geworden sind.

Wie Minister Grote zu Recht betonte, geht eine kriminelle Tat nie nur mit einem materiellen Schaden einher, sondern belastet die Psyche der Opfer besonders stark.

Das seit 2012 bestehende Landeskonzept hat den Fokus auf die richtigen Stellen gelenkt: Intensivierte Tatortarbeit und verstärkte Spurensicherung sowie länderübergreifende Zusammenarbeit sind nur einige dieser wichtigen Punkte.

Äußerst bescheiden bleibt bei alledem trotzdem die Aufklärungsquote. In 126 Fällen konnten Polizisten Tatverdächtige festnehmen – bei 5492 Einbrüchen und Versuchen insgesamt. Das mag an der Natur der Sache liegen, ein Ruhmesblatt polizeilicher Aufklärung ist es trotzdem nicht. Auffällig auch, dass das Innenministerium zur Pressekonferenz einlädt, obwohl die offiziellen, amtlichen Zahlen erst mit der Polizeilichen Kriminalitätsstatistik vorliegen. Frei nach dem Motto: Bei guten Zahlen kann man die Nachricht auch mehrmals verkünden. Hoffen wir, dass die Zahl der Fälle weiter sinkt – und dass das Ministerium bei schlechten Zahlen genauso gern die Öffentlichkeit sucht.

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Alev Doğan
Lokalredaktion Kiel/SH

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Schleswig-Holstein
Foto: Die Zahl der Einbrüche in Schleswig-Holstein ist gesunken.

Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist auf den niedrigsten Stand seit fünf Jahren gesunken. Polizisten beobachten in Schleswig-Holstein, dass Einbrecher weniger erfolgreich sind. Innenminister Grote setzt weiter auf Förderung des Einbruchschutzes.

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