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Alev Doğan zu den Traditionsschiffen

Kommentar Alev Doğan zu den Traditionsschiffen

Kopfschütteln, Fassungslosigkeit und die große Frage nach dem Warum: Warum meinte das Bundesverkehrsministerium in einer Nacht-und-Nebel-Aktion plötzlich noch eine Sicherheitsverordnung durchdrücken zu müssen, wo doch die Kritik so präsent, der Gesprächsbedarf so groß war?

Welche Motivation mag den geschäftsführenden Bundesverkehrsminister getrieben haben, in Hau-Ruck-Manier eine Entscheidung zu treffen, von der Existenzen abhängen – zumal ein weiterer Gesprächstermin mit den Verbänden der Traditionsschifffahrt für Montag kommender Woche bereits feststand.

 Nicht ganz klar ist auch die Frage, wer für diese Misere nun eigentlich verantwortlich ist. Ein Verkehrsministerium im Machtvakuum oder ein übermotivierter CSU-Minister Christian Schmidt, der den Entscheider geben will? Ex-Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt ist seit der Bundestagswahl Landesgruppenchef seiner Partei und als Jamaika-Störenfried im Einsatz. Wollte Herr Schmidt zeigen, dass er auch kommissarisch Fakten schaffen kann?

 Die Entscheidung bleibt unverständlich. Umso erfreulicher, dass sich die Politiker im Norden sehr wohl über Parteigrenzen hinweg für eine Sache einsetzen können: Die Fraktionen im Landtag bilden einen Schulterschluss, Ministerpräsident Daniel Günther haut geradezu auf den Tisch. Vielleicht hören es ja auch die Kollegen in Berlin, die gerade ein Jamaika-Bündnis schmieden.

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Alev Doğan
Lokalredaktion Kiel/SH

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