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Meinungen Alev Dogan zur Fischereipolitik
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10:00 11.10.2017
Von Alev Doğan

Geradezu reflexartig forderte der Fischerei-Verband staatliche Hilfen. Die Forderung an sich ist verständlich, es geht um nicht weniger als die Existenzsicherung betroffener Fischer. Überraschender war eher, dass die Politik auch sofort in den Hilferuf mit einstimmte. Selbstverständlich werde man sich um weitere Unterstützung für betroffene Fischer kümmern, hieß es. Das klingt fast nach einem Quoten-Hilfen-Perpetuum-Mobile.

 Ist es eigentlich utopisch zu hoffen, dass es nicht jedes Jahr neue Fangquoten und neue Hilfen gibt, sondern eine Fischerei, die ohne Subventionierungen auskommt? Bei der Fischer einfach fischen und nicht von Prämienzahlungen für „Stillliegetage“ abhängen? Nach Meinung der Wissenschaftler müsste man dafür die Bestände bloß zwei bis drei Jahre schonen.

 Dafür müssten die Politiker sich aber überlegen, was in dieser Zwischenzeit mit den Fischern passiert. Fortbildungen? Weiterschulungen? Förderprogramme? Das scheint zu viel der Mühe zu sein. Also besser kurzfristig eine halb-populäre Entscheidung treffen, statt eine langfristige Lösung zu suchen, für die man sich Gedanken um das große Ganze machen müsste.

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