1 ° / -2 ° Schneeschauer

Navigation:
Alexander Holzapfel zu Angelique Kerber

Kommentar Alexander Holzapfel zu Angelique Kerber

Da war er wieder, der nach wichtigen Siegen ausgestreckte Zeigefinger. Kiels Tennis-Aushängeschild Angelique Kerber (29) ist nach ihrem Sieg in Sydney dort, wo sie lange nicht mehr war: zurück in der Erfolgsspur.

Die beiden Siegerfäuste mit tiefem Blick in den australischen Abendhimmel danach lassen erahnen, wie erleichtert Kerber gewesen sein muss. Nach 34 Wochen an der Weltspitze stürzte sie vergangenes Jahr in eine große Krise: sportliche Rückschläge, Selbstzweifel, Absturz auf Weltranglistenplatz 22.

 Die Verpflichtung des Belgiers Wim Fissette als neuer Trainer könnte sich schon jetzt als größter „Big Point“ für 2018 erwiesen haben. Die neun Siege in Folge und 18:2 Sätze in Perth und Sydney kamen so überzeugend wie überraschend daher – und machen Lust auf mehr Angie. Ihr verbessertes Offensiv-spiel zeugt von Mut und Selbstvertrauen.

 Einen erneuten Gewinn der Australian Open zu erwarten, wäre vermessen. Ihre Form und eigenen Ansprüche zeigen jedoch zumindest grob in diese Richtung. Und träumen darf ja erlaubt sein. Wie schön wäre es, wenn zwei Jahre nach ihrem größten Triumph, ihrem ersten von zwei Grand-Slam-Titeln, bei uns in Schleswig-Holstein wieder das Angie-Fieber ausbricht!

 Im Damen-Tennis sind wir ja schon länger wieder wer. Die aus Bad Oldesloe stammende und auf WTA-Platz 12 rangierende Julia Görges ist derzeit Deutschlands Nr. 1. Kerber steht auf Platz 16. Noch ein paar ausgestreckte Zeigefinger, und die Kielerin ist zurück in den Top Ten. Wir drücken die Daumen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Vor Australian Open
Angelique Kerber beim Training in Melbourne.

Boris Becker traut ihr schon wieder Großes zu, Barbara Rittner träumt von einem deutschen Finale in Australien, und auch der Außenminister gratuliert. Angelique Kerber scheint zurück zu alter Stärke gefunden zu haben.

  • Kommentare
mehr
Mehr aus Meinungen 2/3