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Meinungen Anne Holbach zu Cannabis
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10:00 21.06.2017

Natürlich ist Kiffen nicht harmlos. Gerade bei Jugendlichen kann es sich negativ auf die Entwicklung des Gehirns auswirken. Für Erwachsene dagegen ist die Droge laut Studien unschädlicher als Alkohol oder Nikotin. Zu viel Schnaps und Bier zerstört die Leber, im Suff neigen Menschen zu Aggressivität und bauen Verkehrsunfälle. Rauchen erhöht das Risiko für Lungenkrebs und Herzinfarkt massiv. Trotzdem ist beides erlaubt, weswegen mündige Erwachsene auch das Recht haben sollten, Cannabis zu konsumieren, ohne in die kriminelle Ecke gedrängt zu werden.

 Wer sich heutzutage die Droge besorgen will, der findet relativ leicht einen Weg – nicht nur in Berlin, wo einem rund um den berüchtigten Görlitzerpark relativ offen Gras angeboten wird, sondern auch in Schleswig-Holstein. Die Dealer schert die Gesundheit ihrer Kunden allerdings wenig, ihnen geht es ums Geschäft. Da wird nicht immer reiner Stoff verkauft, sondern er wird zum Teil mit gefährlichen Substanzen gestreckt. Eine kontrollierte Abgabe soll weder kiffenden Jugendlichen das Leben erleichtern, noch eine zusätzliche Einladung zum Drogenkonsum sein. Der Verkauf über Apotheken oder spezielle Geschäfte soll Abhängige vor gepanschtem Stoff bewahren und ihre Gesundheit schützen.

 Ein Blick auf den US-Staat Colorado, wo Cannabis bereits kontrolliert angebaut und verkauft wird, verdeutlicht einen weiteren Vorteil für das Land. Die Legalisierung brachte Milliarden an Steuereinnahmen: Geld, das in Präventionsprojekte gesteckt werden kann.

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Die Liberalisierung von Cannabis scheint auf dem Vormarsch zu sein. Zumindest an einigen Orten auf der Welt, etwa in einzelnen US-Bundesstaaten wie Colorado und Kalifornien, peripheren Ländern wie Uruguay oder kleinen Teilen Deutschlands, wie Bremen.

Florian Hanauer 21.06.2017

Übernahme, Verdrängung, Schließung: Die zunehmende Konzentration im Lebensmittel-Einzelhandel hinterlässt deutliche Spuren, auch im Norden. Marktführer Edeka, die unangefochtene Nummer eins, setzt auf Expansion und neue Marketingstrategien.

Jan von Schmidt-Phiseldeck 21.06.2017

Der Koalitionsvertrag ist noch gar nicht in Kraft, da bestimmt die Rückkehr zum G9-Standard schon die Diskussionen an den Schulen im Land. In den Kollegien der Gymnasien brechen alte Konflikte wieder auf. Elternvertreter müssen sich auf Elternabenden outen, wie sie denn zu dem Thema stehen.

Heike Stüben 20.06.2017