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Anne Holbach zum 5-Euro-Schein

Kommentar Anne Holbach zum 5-Euro-Schein

Keine Fünf-Euro-Scheine mehr an SB-Automaten: Das klingt erst mal nicht so dramatisch. Oft liegt der Mindestbetrag zum Abheben ohnehin bei zehn Euro. Dass ein Kunde nur fünf Euro haben will, dürfte die Ausnahme sein.

Das trifft vielleicht die 16-Jährige, die sich ihr Taschengeld gut einteilen will und deswegen nur einen kleinen Betrag zieht. Oder den Studenten, bei dem die Kohle zum Monatsende knapp wird. Dennoch ist es ein Stück Kundenfreundlichkeit, das verloren geht. Können nicht gezielt über den Wunschbetrag kleine Scheine am Automat geordert werden, wird Verbrauchern eine Wahlmöglichkeit genommen.

 Wenn die Geldkassetten an manchen Standorten zu schnell leerlaufen, ist es prinzipiell sinnvoll von der Sparkasse gegenzusteuern und mit Fünfzigern für eine größere Füllmenge zu sorgen. Viele Verbraucher haben aber lieber kleine als große Scheine in der Geldbörse, weil sie beim Zahlen von höheren Beträgen ohnehin zur Karte greifen. Was oft im Portemonnaie fehlt sind gerade die kleinen Scheine für Besorgungen, die nicht so viel kosten. Wie oft sind Kassierer im Supermarkt oder der Bäckerei dankbar, wenn der Kunde es passend hat, weil das Wechselgeld knapp ist. An je weniger Automaten es aber Fünfer gibt, desto weniger Scheine werden auch im Umlauf sein.

 Dabei kann man Fünfer für vieles brauchen: Oma benutzt sie vielleicht für das Taschengeld der Enkel, Hochzeitsgäste für das gebastelte Geldgeschenk des Brautpaares oder Kollegen für die Kaffeekasse.

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