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Meinungen Anne Steinmetz zum VW-Gutachten
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09:00 08.03.2018
Von Anne Steinmetz
Kiel

Hier scheint das Bild vom Bock und dem Gärtner perfekt zu passen. Doch das würde die Situation verharmlosen. Man muss sich noch einmal vor Augen führen, worum es eigentlich geht: Wegen eines der größten Betrugsskandale der deutschen Geschichte drohen in vielen Städten Fahrverbote. Diesel-Besitzer bangen um den Wert ihrer Autos. Und kleine Handwerksbetriebe fürchten um ihre Existenz. Doch die Verursacher der Misere werden von der Politik nicht zu Hardware-Nachrüstungen und damit zur Lösung des Problems gezwungen, sondern sie bezahlen Gutachter, die billigere Alternativen aufzeigen sollen. Das darf einfach nicht wahr sein.

Es sollte sich von selbst verstehen, dass die Stadt und das Land sich von diesem Vorgehen distanzieren. Mag sein, dass das Gutachterunternehmen kompetent ist und bisher gute Arbeit geleistet hat, aber darum geht es bei diesem Thema nicht allein. Es geht auch darum, Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen. Nicht nur die Autokonzerne müssen das, sondern auch die Politik. Denn die hat durch ihr Zaudern beim Thema Nachrüstung massiv an Vertrauen verloren.

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Christian Longardt 07.03.2018

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Ulrich Metschies 07.03.2018

In regelmäßigen Abständen entgegnen die Kollegen: „Stell’ Dir vor, das wäre Fußball...“ Gut, stellen wir uns also vor, beim Fußball würden ein Bundesliga-Livespiel in der ARD und das Achtelfinale der Champions League terminlich kollidieren. Undenkbar! Beim Handball schon.

Tamo Schwarz 07.03.2018