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Meinungen Bastian Modrow zur Bahn
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07:00 18.11.2017
Von Bastian Modrow

Das Schlimmste ist: Längst sind es nicht mehr allein Wetterkapriolen, die den Zugverkehr ins Stocken bringen. Selbst die Bewältigung des Alltags scheint die Bahn im Norden zu überfordern. Die Konsequenz: Zigtausende Fahrgäste stranden unfreiwillig auf den Unterwegsbahnhöfen dieses Landes. Sie bleiben sich selbst überlassen. Oder sie müssen auf die Gutmütigkeit ihrer Arbeitgeber hoffen, dass diese regelmäßiges Zu-Spät-Kommen tolerieren.

 Die Bahn hat es über Jahre versäumt, ein nachhaltiges Konzept für die marode Infrastruktur zu entwickeln. Anstatt mit Nachdruck in neue Gleise zu investieren, haben die Verantwortlichen nur das nötigste Klein-Klein angeschoben und stattdessen viel mehr Energie darauf verwandt, private Mitbewerber vom Markt zu verdrängen. Dass der Verkehrsminister jetzt Druck macht und von der Bahn Konsequenzen verlangt, ist gut. Der Applaus der entnervten Pendler ist ihm sicher. Nun darf Buchholz sich allerdings nicht mit vollmundigen Versprechungen zufrieden geben. Den Fehler haben seine Vorgänger nämlich auch schon gemacht.

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Agrarland Schleswig-Holstein: Dieses Klischee hält sich bis heute, obwohl der Norden in etlichen Branchen eine zukunftsfähige Industriestruktur aufgebaut hat. Natürlich gibt es bei uns nicht mehr die Werften, Telefon- oder Bekleidungshersteller, die viele tausend Mitarbeiter beschäftigen.

Ulrich Metschies 17.11.2017

Dass die Berufsakademie Schleswig-Holstein nach höheren Würden strebt, kann nicht verwundern. Die Akademisierung von Berufsabschlüssen schreitet voran und setzt auch deutsche Unternehmen unter Druck, vor allem mit Blick auf eine internationale Positionierung.

Martina Drexler 17.11.2017

Da ist er wieder: der feine Unterschied zwischen legal und legitim, zwischen juristischer und politischer Einordnung, zwischen Grenzen ausloten und Anstand bewahren.

Christian Hiersemenzel 16.11.2017