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Meinungen Bastian Modrow zur DSGVO
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07:02 05.06.2018
Bastian Modrow kommentiert die DSGVO.  Quelle: Ulf Dahl
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Kiel

Herausgekommen ist aber ein Konstrukt, das Verunsicherung schürt, gewaltigen Aufwand mit sich bringt und von dem vermutlich weder Verbraucher noch Unternehmen, sondern vor allem Abmahn-Anwälte profitieren werden.

Besonders arg trifft das EU-weit geltende Regelwerk nicht die großen Player wie Google oder Facebook, für die die Verordnung in erster Linie aufgesetzt wurde, sondern ausgerechnet die mittelständischen Betriebe. Für sie ist es ein immenser Aufwand, die geforderten Kriterien umzusetzen. Man könnte es sich leicht machen und sagen: „selbst Schuld“, gab es doch eine zweijährige Übergangsfrist. Aber in kleinen Unternehmen war und ist im Alltag das Ringen um Aufträge wichtiger als die Auseinandersetzung mit der Paragrafen-Krake aus Brüssel.

Dies droht vielen Betrieben nun zum Verhängnis zu werden. Abmahn-Anwälte werden sich auf ihre Internetseiten stürzen, weil sie berechtigterweise leichte Beute wittern. Es ist eine Frage der Zeit, bis auch in Schleswig-Holstein die ersten Forderungsbriefe eintrudeln. Hier sind nicht nur die Handwerks- und Handelskammern gefordert, weiter intensiv Schützenhilfe zu leisten. Eiligst muss der Abzocke ein rechtlicher Riegel vorgeschoben werden.

Von Modrow

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