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Meinungen Bastian Modrow zur Feuerwehr-Befragung
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10:02 06.06.2018
Von Bastian Modrow
Bastian Modrow kommentiert die Befragung der Feuerwehr.  Quelle: Ulf Dahl
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Kiel

Obgleich niemand ernsthaft den Verdacht hegen wird, dass der ranghöchste Feuerwehrmann des Landes seinen 49 000 Kameraden pauschal rechtes Gedankengut unterstellen will, so ist die Reaktion der ehrenamtlichen Basis auf die Form dieser Mitgliederbefragung nicht nur erwartbar gewesen. Die massive Kritik ist auch mehr als berechtigt.

Unvermittelt sind die Helfer in einem zunächst harmlos anmutenden Fragenkatalog mit übelsten Thesen konfrontiert worden, die nicht nur Feuerwehr-Mitglieder ins Mark treffen. Es hätte ein Alarmzeichen für den Landesbrandmeister und seinen Führungsstab sein müssen, dass lediglich drei der Kreiswehrführer sich überhaupt zu der Umfrage zu Wort gemeldet haben. Absolut unverständlich ist, dass erst der Innenminister einschreiten muss und der Fragenkatalog nicht bereits nach der schnell aufbrandenden Kritikwelle der Basis kassiert worden ist.

Ob ein eiliges Entschuldigen des Verbandes ausreicht, die Wogen zu glätten, bleibt abzuwarten. Zugute halten könnte man dem Landesbrandmeister Frank Homrich sein glaubhaftes Ziel, den statistischen Beweis dafür liefern zu wollen, dass seine Feuerwehren kein Pool für Rassisten sind. Nur: Selbst wer Gutes erreichen will, darf nicht zu jedem Mittel greifen.

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