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Meinungen Carola Jeschke zu den Hebammen
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19:31 28.09.2015
Von Carola Jeschke

Zu teuer für die einen, zu schlecht bezahlt für die anderen. Das Damoklesschwert einer absurd hohen Versicherungsprämie über sich, geben immer mehr freiberufliche Hebammen schweren Herzens die Geburtshilfe auf. Das Problem ist nur: Sie ist unverzichtbar.

Die Begleitung von werdenden Mütter vor, während und nach der Geburt ist ein so elementarer Bestandteil der „frühen Hilfen“, dass man ihn gar nicht hoch genug schätzen kann – körperlich, psychisch und sozial. Und sie gehört nicht zwingend ins Krankenhaus, denn Schwangerschaft und Geburt sind keine Krankheit. Dahin ist die Wahlfreiheit von Frauen, die nicht in einer Klinik entbinden möchten, sondern zuhause oder im Geburtshaus. Mit dem sich anbahnenden Sterben eines ganzen Berufsstandes können sie auch in Kiel nicht mal mehr auf einen Platz in der Geburtsvorbereitungsgruppe hoffen. Die neuen Qualitätskriterien für eine Hausgeburt stoßen bei Hebammenverbänden zu Recht auf Widerstand. Denn sie implizieren, dass nur ein Arzt entscheiden kann, wann eine Hausgeburt möglich ist – ein schwerer Eingriff in das Berufsrecht der Hebammen.

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Es sind drastische Worte, mit denen der Sprecher von Außenminister Frank-Walter Steinmeier kürzlich den Stand der Verhandlungen in der Syrienfrage beschrieb: Es herrsche ein „diplomatischer Stellungskrieg à la Verdun“. Das sind wahre Worte. Seit den ersten glücklosen Genfer Friedensverhandlungen vor drei Jahren geht auf diplomatischer Ebene nichts voran, um diesen monströsen Krieg zu beenden.

Marina Kormbaki 28.09.2015

Wenn Salafisten in Schleswig-Holstein versuchen, Flüchtlinge für ihre radikalen Ideologien zu werben, dann klingt das zunächst einmal wenig erfolgversprechend, ja, fast ein wenig bizarr. Ein Großteil der Menschen, die jetzt Zuflucht in unserem Land suchen, ist vor den willkürlich mordenden Banden des sogenannten Islamischen Staats um die halbe Welt geflohen.

Bastian Modrow 28.09.2015

Der Wandel ist greifbar: Die Spitzen von Nordkirche und Politik vollziehen angesichts der Mammut-Herausforderung in der Flüchtlingsfrage den Schulterschluss. Sie sind sich ihrer gemeinsamen Verantwortung bewusst. Die wohl gesetzten Worte von Landesbischof Gerhard Ulrich – „Fürchtet euch nicht, wir als Kirche stehen euch zur Seite als kritisch begleitende Partnerin“ – werden noch in vielen Diskussionsrunden zitiert werden.

Uta Wilke 27.09.2015