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Meinungen Christian Hiersemenzel zum Grenzzaun
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20:44 04.06.2018
Von Christian Hiersemenzel
Christian Hiersemenzel kommentiert den Grenzzaun.  Quelle: Ulf Dahl
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Kiel

Da will eine Nation sich und vor allem die Fleischindustrie schützen. Dabei weisen namhafte Experten, nicht zuletzt vom Friedrich-Loeffler-Institut, seit Monaten darauf hin, dass vor allem der Mensch das Virus einschleppt: über die achtlos weggeworfene Stulle, über grenzüberschreitende Jagdausflüge und unzureichend desinfizierte Viehtransporte. Diese Argumente sind auch in Dänemark bekannt, und noch dazu weiß man, dass sich eine Wildschweinrotte kaum ernsthaft von Zäunen aufhalten lässt.

Man wird deshalb den Eindruck nicht los, dass es Kopenhagens gar nicht hyggeliger Regierungsmehrheit längst nicht nur um Wildschweine geht. Das Ganze ist kaum mehr als ein schlecht kaschierter Vorwand. Es geht um Abschottung vor Menschen. Vor Flüchtlingen.

Rechtskonservative und -populisten missbrauchen die Warnung vor der Afrikanischen Schweinepest dazu, endlich wieder einen Grenzzaun zu bauen. Selbst wenn die 1,50 Meter noch nicht hoch genug sind, dass sie Menschen abhalten könnten, nutzt Dänemark das Zehn-Millionen-Euro-Projekt als sichtbares Symbol der Abschreckung. Dabei hatten deutsch-dänische Vertreter gerade mal einen Tag zuvor in Flensburg grenzüberschreitende Einigkeit beschworen. Was für ein schaler Nachgeschmack!

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Martina Drexler 03.06.2018

Wer in der Hoffnung auf hilfreiche Infos die Website des Hamburger Flughafens aufrief, erhielt unter „Aktuelles“ den schrägen Wetterhinweis „sonnig, 0 Grad“. Eiskalt erwischt: Man könnte schmunzeln über die kuriose Randnotiz eines Blackouts, wie ihn kein Airport des Landes bislang erleiden musste.

Ulrich Metschies 03.06.2018

Wahrscheinlich kann Kiels Sportdezernent Gerwin Stöcken die Frage nach dem Fertigstellungstermin des Hörnbades mittlerweile nicht mehr hören. Ist ja irgendwie auch verständlich. Schon oft musste der Dezernent entsprechende Versprechen wieder einkassieren.

Jürgen Küppers 02.06.2018
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