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Meinungen Christian Hiersemenzel zum Schwimmunterricht
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08:00 18.11.2017
Von Christian Hiersemenzel

Oder sie waren von vornherein als Spaßbäder konzipiert, in denen man prima rutschen und sich nach dem Saunabad in Eiswürfeln aalen kann, aber nicht lernt, wie man im Wasser überlebt. Viele Grundschulen sind viel zu weit von geeigneten Einrichtungen entfernt, als dass sich Unterricht stundenplankonform organisieren ließe. Und, mal wieder: Es mangelt an ausgebildeten Fachlehrern. Aber mal ehrlich, das sind doch keine hinreichenden Gründe dafür, warum im Land zwischen den Meeren Tausende Kinder noch mit zehn Jahren nicht einmal das Seepferdchen besitzen.

 Politisch kann man sich damit schon lange nicht mehr herausreden. Es ist zu kurz gegriffen, wenn Bildungsministerin Karin Prien auf die Eltern verweist. Wer selbst nicht gelernt hat, wie man sich angstfrei über Wasser hält, wird seinen Sprösslingen keine Hilfe sein. Eines haben die Fraktionen im Kieler Landtag begriffen: Es geht diesmal nicht um Parteipolitik, sondern um eine grundsätzlich pragmatische Lösung. Die CDU-Abgeordnete Barbara Ostmeier hat Recht, wenn sie dafür wirbt, mit Sportvereinen, der DLRG und dem Kinderschutzbund zusammenzuarbeiten: in der Schule, aber auch außerhalb des Unterrichts. Schleswig-Holstein muss Schwimmen endlich als Grundfertigkeit betrachten – wie lesen, schreiben und rechnen.

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Das wurde auch Zeit! Landesverkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) hat die Bahn zum Krisengespräch zitiert. Er hat die Nase voll von ständigen Zugausfällen und Verspätungen, von Fahrzeugmangel und Dauerbaustellen, gesperrten Gleisen und Strecken. Ein Gefühl, das Pendler im Norden nur zu gut und schon viel zu lange kennen.

Bastian Modrow 18.11.2017

Agrarland Schleswig-Holstein: Dieses Klischee hält sich bis heute, obwohl der Norden in etlichen Branchen eine zukunftsfähige Industriestruktur aufgebaut hat. Natürlich gibt es bei uns nicht mehr die Werften, Telefon- oder Bekleidungshersteller, die viele tausend Mitarbeiter beschäftigen.

Ulrich Metschies 17.11.2017

Dass die Berufsakademie Schleswig-Holstein nach höheren Würden strebt, kann nicht verwundern. Die Akademisierung von Berufsabschlüssen schreitet voran und setzt auch deutsche Unternehmen unter Druck, vor allem mit Blick auf eine internationale Positionierung.

Martina Drexler 17.11.2017
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