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Meinungen Christian Hiersemenzel zur Windkraft
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07:00 05.10.2018
Von Christian Hiersemenzel
Christian Hiersemenzel Quelle: Ulf Dahl
Kiel

In diesem Konflikt, in der auf der einen Seite so starke wirtschaftliche wie energiepolitische Interessen um die Ausweisung neuer Vorranggebiete ringen und auf der anderen Seite die Gegner alles versuchen, genau das zu verhindern, weiß der Bürger am Ende kaum noch, wem er Glauben schenken soll.

Es ist eine Binsenweisheit, dass derjenige das Ergebnis eines Gutachtens bestimmt, der es bezahlt. Skepsis ist deshalb auf beiden Seiten angeraten. Wenn die Jamaika-Koalition den Entscheidungsprozess um die für Schleswig-Holstein so renommierte Windkraft noch einigermaßen friedlich gestalten will, braucht sie eine unabhängige Instanz.

Längst geht es grundsätzlich um eine politische Frage. „Gegenwind“-Sprecherin Susanne Kirchhof wies gestern unverhohlen in Richtung Populisten. Wenn man am Ende den Regierungsparteien nicht glauben könne, sei der Schritt zur AfD nicht weit. Diese hat knifflige Fragen zum Klimawandel in den Monaten stets in einem Handstreich weggewischt. Und Windenergie in Schleswig-Holstein hätte sich nach ihrer Forderung faktisch von selbst erledigt. Dass die Windkraftgegner beginnen, ernsthaft die Lauterkeit von Regierungsverantwortlichen in Frage zu ziehen und von alternativen Fakten zu reden, markiert deshalb einen Wendepunkt. Für Jamaika wird es höchste Zeit, das zu stoppen.

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