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Meinungen Florian Hanauer zu den Filialschließungen
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07:00 10.10.2017
Von Florian Hanauer

Das hat Gründe: Die Zeiten, an denen das Geld von Hand abgezählt und am Schalter ausgegeben wurde, sind vorbei. Immer mehr Leistungen der Bankfiliale lassen sich kostengünstig digitalisieren, und werden von den Kunden am Automaten, am Telefon oder gleich zu Hause im Online-Banking selbst erledigt. Manche mögen das bedauern, aber die fortschreitende Digitalisierung lässt sich nicht aufhalten, erst Recht nicht in einer Zeit, in der die Geldinstitute unter hohem Kostendruck stehen.

Doch es geht um mehr als Automatisierungen im Zahlungsverkehr. Wer nur Standardleistungen anbietet, der kommt auch ohne Filialen aus, das ist das Prinzip einer Direktbank. Institute, die ihren Kunden nur hauseigene Anlageprodukte verkaufen oder 08/15-Empfehlungen von der Konzernzentrale weitergeben, können dies auch per E-Mail tun. Doch es gibt auch Kunden, die fair und möglichst neutral beraten werden wollen. Die Qualität dieser Beratung entscheidet auch darüber, wie sich ein Institut von seinen Wettbewerbern unterscheidet, und ob Kunden überhaupt noch in die Filiale kommen wollen. Zumindest diesen Aspekt haben Banken und Sparkassen selbst in der Hand – Schließungen sind nicht unausweichlich.

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