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Florian Hanauer zum autonomen Fahren

Kommentar Florian Hanauer zum autonomen Fahren

Den Abgesang auf private Automobile haben viele schon gesungen. Kein Wunder, in großen Städten überlegen viele Menschen, ob sie sich wirklich einen eigenen Wagen zulegen, oder ob Nahverkehr, Car-Sharing und Fahrräder nicht auch zum Ziel führen.

Die Automobilindustrie sieht nicht tatenlos zu. Die Risiken, aber auch die Chancen für die Wirtschaft sind so groß, dass sie gewaltigen Druck in die Entwicklung neuer Technik machen. Neben den Antrieben ist das vor allem das autonome Fahren. Noch ist die Technik nicht so weit, die heutigen Einparkhilfen mancher Hersteller zum Beispiel kann man nicht auf die Straße los lassen. Doch wenn die Systeme einmal so weit sind, könnten sie den Autoverkehr recht attraktiv machen. In einem Flächenland wie Schleswig-Holstein sind die Möglichkeiten noch ungleich größer als in der Stadt. Wer zum Beispiel einmal in einem autonom fahrenden Wagen von Hamburg nach Kiel reisen würde, könnte sich zurücklehnen, und doch Komfort und Tempo erleben, von dem Pendler in einem vollbesetzten Zug nur träumen. Das wiederum weiß die Bahn, die ihrerseits an neuen Konzepten für den Fernverkehr feilt. Die Konkurrenz wird wieder größer.

 Doch neben Sicherheit und Komfort geht es auch darum, die Revolution auf der Straße umweltfreundlicher zu gestalten: Autonome Wagen müssen nicht vor PS und Hubraum protzen, sondern sie sollten moderne, emmissionsarme Antriebstechnologien bieten. Dies müssen die Hersteller im Blick behalten.

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